Gluecksburger Gespraeche 01

Quo vadis Europa?

online seit: 07.05.2019

In der Reihe „Glücksburger Gespräche“ lädt die evangelische Kirchengemeinde Glücksburg am Mittwoch, 5. Juni 2019, um 19.30 Uhr in das Pastorat in der Rathausstr. 12 in Glücksburg ein. Zu Gast ist Pastorin i. R. Elisabeth Caesar zum Thema „Quo vadis Europa?“

Die EU befindet sich in der tiefsten Krise seit ihrer Gründung. Großbritannien wird sie vermutlich verlassen; Rechtsaußen - Regierungen in Mitgliedsstaaten boykottieren gemeinsame Beschlüsse; das gegenseitige Misstrauen frisst sich tief in ihre Strukturen. Zum ersten Mal liegt ein Scheitern in der Luft.

Die Europawahl im Mai 2019 ist eine Schicksalswahl:                                                        Rechtspopulisten – unterstützt von Donald Trumps ehemaligem Chefstrategen Steve Bannon -wollen ein Drittel der Sitze des Europaparlaments erobern und die EU von innen zerstören. Es reicht hier nicht mehr aus, „dagegen“ zu sein.

Wir brauchen eine neue, positive Vision für Europa. Denn bisher erinnert das europäische Haus eher an ein unannehmbares Verwaltungsgebäude als an ein vielgestaltiges offenes Bauwerk für die unterschiedlichen Menschen und ihre unterschiedlichen Bedürfnisse.

In ihrem Buch „Europa, die unvollendete Demokratie“ setzt die Autorin Ute Scheub Stein für Stein die Elemente für ein runderneuertes europäisches Haus, dessen Fundament aus erweiterter Demokratie, Bürgerbeteiligung, Solidarität, Menschenrechten und Klimaschutz besteht. Wenn wir aufhören, die Demokratie zu entwickeln, fängt die Demokratie an aufzuhören.

Pastorin i.R. Elisabeth Caesar referiert das oben genannte Buch, das auf Ideen der größten Nichtregierungsorganisation weltweit „Mehr Demokratie e.V.“ basiert. Wer sich im Vorfeld schon informieren will, kann das im Internet tun unter www.mehr-demokratie.de.

Ute Scheub ist promovierte Politikwissenschaftlerin, freie Journalistin und Buchautorin. Sie erinnert an die Ursprünge, Entwicklungen, Vorzüge und Werte der Europäischen Union, die Nichteuropäer aus der Distanz manchmal noch klarer sehen als wir selbst.

Barack Obama formulierte 2016: „Vielleicht muss erst ein Nicht-Europäer die Europäer daran erinnern, wie großartig das ist, was sie geschaffen haben... Mit mehr als 500 Millionen Menschen mit mindestens 24 Sprachen ist Europa eine der größten politischen Leistungen der Moderne.“

Im Anschluss an das Kurzreferat von Elisabeth Caesar wird genügend Zeit für eine Aussprache sein.

Aus organisatorischen Gründen werden an diesem Thema Interessierte gebeten, sich bei Pastor Thomas Rust anzumelden.

Tel. 04631-443882 | fam.rust@gmx.de

Es freuen sich auf Ihr Kommen:

Ulrike und Rüdiger von der Goltz & Beate und Thomas Rust