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Sonntag "Rogate"- Betet!

16.05.2020

Bei uns gibt es erst Himmelfahrt den ersten Gottesdienst- Open Air- 11:00 Uhr beim Großsolter Gemeindehaus. Schauen Sie aber unseren Regional- Online-Gottesdienst aus der St. Johannes-Kirche Kleinsolt. Oder holen Sie sich die Andacht, die Sie auch hier lesen können, an der Kirchentür...

Hier geht´s zum Video des Online-Gottesdienstes mit Pastor Philipp Kurowski:

 

https://www.youtube.com/watch?v=SBEbdWFV8Gw

 

Diesmal hat Anja Telkamp die Andacht zum Wochenspruch des Sonntags geschrieben:

 

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.

Psalm 66, 20

Das ist der Wochenspruch von diesem Sonntag.

Sein Name ist „Rogate“- das bedeutet „bittet“ oder „betet“. Es geht also ums Beten. Jedes kleine Kind, egal wie christlich erzogen, weiß was beten ist. Und in unserer Tradition falten sich bei einem „lasst uns beten“ ganz automatisch die Hände. Warum?

Das Händefalten lässt unsere Hände zur Ruhe kommen. Wir lassen alles stehen und liegen, legen alles aus der Hand. Zentrieren uns in unseren in der Mitte des Körpers verschränkten Fingern. Wir werden still, kommen zu uns und somit auch zu Gott.

Durch das Gebet nehmen wir Kontakt zu Gott auf. Und wir können ihm alles sagen: Was uns bewegt, was uns ängstigt, was wir hoffen und was uns traurig macht. Wir können danken und loben, ihn aber auch um etwas bitten oder ihn anflehen. Wir beten, weil wir hoffen, dass Gott uns nicht nur zuhört, sondern auch erhört.

Wir sprechen Tischgebete, Gute-Nacht-Gebete, Stoßgebete. Manchmal beten wir, ohne es zu merken. Mit einem „Mein Gott“ oder „Jesus“, das wir in Notsituationen unbedacht sagen. Dazu müssen wir auch nicht die Hände falten.

Manchmal fehlen uns auch die Worte. Wenn wir geschockt sind von schlimmen Dingen und so in uns gefangen, dass es scheint, als wäre gar kein Platz mehr für Gott. Oder keine Kraft. Gott sieht auch das, liebt uns trotzdem und trägt uns durch diese Zeiten. Gelobt sei er dafür!

Vielleicht singt es sich aber auch leichter. Unser Gesangbuch ist voll mit gesungenen Gebeten. Ein Versuch ist es immer wert, um so wieder in Kontakt mit Gott zu kommen, wenn wir diesen vermissen. (Schauen Sie umseitig...)

Und immer können wir alles, was wir auf dem Herzen haben, in das Gebet legen, das Jesus seinen Jüngern und auch uns gelehrt hat. Ins Vaterunser. Mehr braucht es nicht.

Herzliche Grüße

Anja Telkamp

(Foto Pixabay.com)

 

 

Vater unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

(Matthäusevangelium 6,9-13)

 

Bewahre uns Gott, behüte uns Gott.

Ein Lied, ein Gebet, ein Begleiter und Tröster.

 

www.youtube.com/watch