Domturm Geruest Foto Nordkirche J Rademacher
Foto: Nordkirche - J. Rademacher

Domturmgerüst wächst – Große Aufgaben für die Gerüstbauer

Umfangreiche Gerüstbauten gehen zügig voran 29.04.2018

Das Baugerüst am Schleswiger Domturm wächst mittlerweile sichtbar gen Himmel. Die außergewöhnliche Höhe des Turmes stellt dabei nur eine der Herausforderungen dar, die die Planer, Statiker und Gerüstbauer zu bewältigen haben.

Derzeit hat das Gerüst eine Höhe von 26 m erreicht, wobei es dank der günstigen Wetterlage täglich in sichtbaren Meterschritten vorangeht. Ende April wird es eine Höhe von ca. 40 m haben. Hier liegt eine Ebene, die eine besondere Aufgabe für die Gerüstbau-Fachfirma „B+P“ aus Berlin bereithält: Mehrere bis zu 18 m lange Stahlträger mit einer Mächtigkeit von 0,6 x 0,3 m müssen eingebaut werden, wobei die Stahlträger horizontal durch den Turmbaukörper eingeführt werden. Für das vorsichtige Einbringen der Stahlträger, das planmäßig – in Abhängigkeit von der Witterungslage – in der ersten bis zweiten Maiwoche erfolgen soll, werden große mobile Kräne zum Einsatz kommen.

Zweck der Stahlträger wird es sein, eine Plattform für die nächsten Gerüst-Etagen zu bilden, da andernfalls das Eigengewicht zu groß werden würde. Zum einen sind es die Baugerüste bis auf Höhe des Turmgiebels, zum anderen auch die zum Teil abgehängten Gerüste auf der Ostseite, dort, wo das mächtige Satteldach des Domes an den Turm ansetzt.


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Eine zusätzliche Stahlkonstruktion soll außerdem dafür sorgen, dass der Turm seine Stabilität behält, wenn im Rahmen der Sanierungsarbeiten großflächig Partien des Mauerwerkes ausgetauscht werden müssen. Eine zweite Ebene mit Stahlträgern wird dann zum entsprechenden Zeitpunkt unterhalb des Turmhelmansatzes eingebracht werden.

Bis das Mauerwerk des Domturmes hinter dem Baugerüst verschwunden sein wird, werden noch ca. zwei Monate vergehen. Dann werden ca. 1000 t Stahl für das

Gerüst verbaut worden sein. Die Gerüstbauer selbst werden weiterhin auf der Baustelle tätig sein, um das Baugerüst den zukünftigen Anforderungen flexibel anzupassen. Außerdem werden die Gerüstbauer sukzessive die Außenmauern des Domschiffes einrüsten.

(Quelle: Dr. Antje Wendt, Pressereferentin des Bischofs im Sprengel Schleswig und Holstein)