Luther un de Duvel

Lüüd, Luther un de Düvel mit Wolfgang Börnsen

Niederdeutsches Theaterstück zum Reformationsjahr 23.02.2017

Am Freitag, 17. März, 19.30 Uhr, und Samstag, 18. März, 15.00 Uhr, präsentiert die Nordangler Speeldeel im Schleswiger Dom das niederdeutsche Theaterstück "Lüüd, Luther un de Düvel. Bilder aus der Reformationszeit", frei erzählt von Wolfgang Börnsen. Einlass 30 Minuten vor der Aufführung. Vorverkauf bei Liesegang.

Die Niederdeutsche Bühne „Nordangler Speeldeel“ führt gegenwärtig ein außergewöhnliches Theaterstück zum 500. Reformationsjubiläum 2017 auf. Daran beteiligt sind 32 Schauspielerinnen und Schauspieler mit einer Altersspanne von acht bis zu 86 Jahren. Sie alle, 17 Frauen und 15 Männer, stammen aus den Dörfern der Landschaft Angeln.

Das Schauspiel trägt den Titel „Lüüd, Luther un de Düvel“. Es ist der erste „niederdeutsche Luther“. Hochdeutsche Theaterstücke über den Reformator gibt es über 200. Doch weil Martin Luther teilweise in Regionen gelebt und gewirkt hat, die vor 500 Jahren niederdeutsch geprägt waren, lag es nahe, so Autor und Spielleiter Wolfgang Börnsen, ein Theaterspiel in der Sprache zu schreiben, die im Jahrhundert der Reformation Volkssprache im norddeutschen Raum war. Nicht alle zehn Bilder dieses Schauspiels sind jedoch in Plattdeutsch gehalten. Es gibt ebenfalls hochdeutsche Rollen, so dass auch des Niederdeutschen Unkundige das Geschehen verfolgen können. Im Mittelpunkt des Stückes steht die Sicht der kleinen Leute auf das damalige Geschehen rund um die Reformation.

Im Oktober 2016 wurde es bereits mit großem Erfolg fünf Mal in der St. Marien-Kirche zu Grundhof aufgeführt. Drei weitere Aufführungen gibt es Ende dieses Monats in der St.-Jürgen-Kirche zu Flensburg. Beim 36. Ev. Kirchentag vom 24. bis 28. Mai in Berlin wird das Stück ebenfalls zweimal aufgeführt.

Den technischen Stab mit eingerechnet, sind 42 Mitwirkende an dieser Großproduktion beteiligt. Es handelt sich um das derzeit umfangreichste Theaterprojekt einer niederdeutschen Bühne in Norddeutschland. Schirmherr dieses Reformationsspiels ist Bischof Gothard Magaard aus Schleswig. Die Anlage des Stückes entspricht dem mittelalterlichen Volksschauspiel und damit auch den Kriterien des traditionellen niederdeutschen Theaters, das vor zwei Jahren zum nationalen UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.

Gewidmet ist das Schauspiel dem amerikanischen Prediger Dr. Martin Luther King, der wegen seines Eintretens für Freiheit und Menschenrechte ermordet wurde. Das Bühnenbild hat der international tätige Kunstmaler Uwe Appold entworfen und gestaltet.

Aufgeführt wird das Schauspiel am Freitag, 17. März, um 19.30 Uhr und am Sonnabend, 18. März, um 15.00 Uhr im St.-Petri-Dom zu Schleswig.

Karten zum Preis von 15 Euro gibt es im Vorverkauf in der Buchhandlung Liesegang (Stadtweg 22, 24837 Schleswig).

Restkarten gibt es, soweit noch vorhanden, jeweils an der Abendkasse. Einlass ist möglich ab 30 Minuten vor Beginn bei freier Platzwahl.