Luther und der rote König

Das Oratorium vom Weg der Reformation nach Dänemark

Die Chöre am Dom planen in diesem Jahr ein besonderes Konzert-Projekt.

Als Beitrag zum Reformationsjubiläum hat der Schleswiger Komponist Björn Mummert das Oratorium „Luther und der rote König“ komponiert, das am 11. Juni im Dom aufgeführt wird.

Viele werden bei dem Namen Björn Mummert an das von ihm komponierte „Oratorium einer Stadt“ zum 1.200-jährigen Geburtstag der Stadt Schleswig denken. Es wurde 2004 und 2008 im Dom aufgeführt. Dieses Stück war von hoher Musikalität und großem Einfallsreichtum geprägt.

Mit dem Oratorium „Luther und der rote König“ dürfen wir uns wieder auf ein besonderes Werk von Björn Mummert freuen, das sich mit dem Weg der Reformation nach Dänemark beschäftigt. Es thematisiert die freundschaftliche Verbindung Martin Luthers zum dänischen König Christian II und gleichzeitig die Ausbreitung der Reformation in Dänemark.

Das Projekt ist als deutsch-dänische Zusammenarbeit angelegt und wird über die "europäische territoriale Zusammenarbeit" (Interreg) und die Nordkirche maßgeblich finanziert. Daher wirken nicht nur dänische Solisten mit, sondern das Werk wird auch in Dänemark (Ribe, Løgumkloster und Sonderburg) aufgeführt. In Deutschland wird es in Meldorf und Schleswig zu hören sein.
Björn Mummert hat eine zweisprachige Internetseite erstellt, auf der alle Informationen auch in dänisch hinterlegt sind. Mehr

Wir laden Sie herzlich ein zu diesem besonderen und einmaligen Musikerlebnis!

Beschreibung

Luther und der rote König
Das Oratorium vom Weg der Reformation nach Dänemark

Das Oratorium erzählt von der Freundschaft zwischen Martin Luther und dem im Exil lebenden König Christian II. Immer wieder besucht dieser mit seiner Frau Elisabeth Wittenberg, um das lutherische Gedankengut nach Dänemark zu tragen. Inspiriert durch Luthers Arbeit übersetzt er das Neue Testament ins Dänische. König Friedrich regiert das Land zu dieser Zeit von Schleswig aus. Christian versucht mit Eifer die Krone Dänemarks zurückzuerlangen. Es gelingt ihm nicht, dennoch wird Dänemark das erste Land, das offiziell „lutherisch“ ist.

Martin Schwarz Laustens Buch „Die heilige Stadt Wittenberg“ dient als Grundlage für dieses Oratorium. Prof. Eberhard Harbsmeier, der als Sprecher mitwirkt, hat in einem Vortrag die geschichtlichen Hintergründe zu den einzelnen Stücken des Oratoriums aufbereitet. Mehr

Die Musik bewegt sich irgendwo zwischen Klassik und Pop. Martin Luther, Christian II sowie seine Frau Elisabeth werden von Vokalsolisten interpretiert. Ein Sprecher wird durch die Geschichte führen, in der ein großer Chor vor allem kommentierend eingreift. So wird er reformationsprägende Lieder singen oder etwa Lutherzitate intonieren.

Begleitet wird der Gesang von einem kleineren Instrumentalensemble. Klangprägend wird sicher der Einsatz eines Synthesizers sein, ebenso sind ein Vibraphon und ein Bajan, ein Knopfakkordeon, zu hören.

So werden die Zuhörer neue Klangwelten in der Kirche erleben, so wie Luther selbst mit seinen neuen Liedern die sakralen Klänge erneuert hat.

Moderne Tontechnik sowie Lichteffekte werden weitere unterstützende Höhepunkte der Aufführungen sein.

Mitwirkende

Tine Fris, Aarhus (Sopran)
Christian Svane, Aarhus (Tenor)
Martin Backhaus, Berlin (Bass)
Domchor, Domkantorei
Axel Riemann (Synthesizer)
Nils Rohwer (Vibraphon)
Igor Vlassow (Bajan)
Michael Becker (Cello/Effekte)
Justus Reiff, Jakob Borggrefe (Posaunen)
Alexander Flamm, Hans Lehmann (Trompeten)
Wolfgang Berger (Sprecher deutsch)
Eberhard Harbsmeier (Sprecher dänisch)

Leitung: Domkantor Rainer Selle