Versöhnungskirche Tarp

Entstehung und Gestaltung der ev. Versöhnungskirche zu Tarp

Wer über die Entstehungsgeschichte der ev. Versöhnungskirche zu Tarp etwas erfahren möchte, trifft auf viele Quellen. Sowohl Schriftliche als auch vor allem Lebendige, denn manche Mütter und Väter dieser Kirche sind ja noch unter uns und können hinsichtlich der Entstehung unserer Kirche in Tarp noch manches erzählen. Zur Erinnerung daran haben wir die Gründungsurkunde im Eingangsbereich der Kirche aufgehängt. Diese Urkunde gibt im wesentlichen die Gründe an, die zum Bau der neuen Kirche führten. Das schnelle Wachsen der Gemeinde in den 60iger Jahren führte schließlich dazu, dass die Bugenhagenkapelle zu klein wurde und der Ruf nach einem größeren Gotteshaus in der Gemeinde größer wurde.

Am 27. Juni 1970 wurde nach einem längeren öffentlichen Architektenwettbewerb der Grundstein für die neue evangelische Kirche in Tarp unmittelbar am schönen Treenetal gelegt. Das Architektenbüro „Flache und Hansen“ wurde mit dem Neubau beauftragt. Im Oktober 1970 konnte bereits Richtfest gefeiert werden und am Heilig Abend 1970 wurde die neue Kirche bereits genutzt. Am 07. Februar 1971 wurde die feierliche Einweihung im Gottesdienst um 10:00 Uhr durch Herrn Bischof Alfred Petersen aus Schleswig vorgenommen, und die Festpredigt hielt Herr Propst Steenbock aus Flensburg.

Seitdem 10jährigen Kirchweihfest 1981 wird die Tarper Kirche „Versöhnungskirche“ genannt. Kennzeichnend für den inneren Gesamteindruck der Kirche ist das helle Sichtmauerwerk sowie die Verkleidung des Daches aus Holz. Von außen ist die Kirchentür ein charakteristisches Zeichen der Tarper Kirche. Hier wird besonders deutlich, dass Ende der 60iger und Anfang der 70iger Jahre die Bindung zur Tradition "bewusst" in Frage gestellt wurde. Modern sein war „in", wenngleich die Tarper Kirchentür damals sehr kontrovers diskutiert wurde.