Präambel:

Die Ev.-Luth. Kinderstube Mürwik ist eine kindergartenähnliche Einrichtung mit einem eigenen Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsauftrag zum Wohle des Kindes.Unsere Arbeit ist durch unser christliches Menschenbild geprägt.Jedes Kind ist ein einzigartiges Geschöpf Gottes!Darum ist es uns wichtig, eine Atmosphäre des Vertrauens, der Geborgenheit und der gegenseitigen Achtung aufzubauen und zu leben, unabhängig von religiösem Bekenntnis oder Nationalität.

Wir über uns:

Unsere Kinderstube wurde im August 1990 gegründet. Sie ist ein Teil der Kirchengeneinde Mürwik und hat ihre Räumlichkeiten im Kinder- und Jugendkeller des Gemeindehauses. Dort steht uns neben dem Gruppenraum auch der große Flur als Spielfläche zur Verfügung. Zudem besteht die Möglichkeit, das Außengelände des benachbarten Kindergartens mit seinen Spielgeräten und den Sandkisten zu nutzen.

Unsere Einrichtung gliedert sich in zwei Gruppen, denen jeweils drei Betreuerinnen zur Verfügung stehen, die über langjährige Erfahrungen in der Arbeit mit Kleinkindern verfügen. Es gibt eine Montags- und Donnerstagsgruppe und eine Dienstags- und Freitagsgruppe.

Sie sind von 09:30 - 11:30 Uhr geöffnet.

In dieser Zeit geben wir Kindern ab 1 1/2 Jahren bis zum Wechsel in den Kindergarten einen geschützten Raum für erste Erfahrungen allein in der Gruppe mit Gleichaltrigen. In einer Atmosphäre der Geborgenheit und des Vertrauens, werden den Kindern vielfältige Handlungsräume geboten, die es ihnen ermöglichen, sich mit sich selbst und der Umwelt auseinanderzusetzen. Zusammen wird gespielt, gelacht, geteilt, gestritten und noch vieles mehr.
Die Kinder üben sich im Konflikte lösen, Regeln einhalten und lernen, ohne ihre Eltern zurecht zu kommen.
Um diese Erfahrungen für die Kleinen so positiv wie möglich zu gestalten, legen wir großen Wert auf einen rhythmisch gegliederten und überschaubaren Ablauf des Vormittags, mit Freispiel, Beschäftigung, Morgenkreis, gemeinsamen Frühstück sowie Abschlusskreis. Lieder, Bilderbücher, Spiele sowie Bewegungs- und Kreativangebote machen allen viel Spaß.

Die kleine Gruppengröße sowie die personellen Ressourcen ermöglichen es uns, dabei auf jedes einzelne Kind einzugehen. Die Fantasie, die große Offenheit und Neugier der Kinder gerade in diesem Alter, sind gute Voraussetzungen, sie in ihrer Entwicklung und Ihrem Selbstbewusstsein zu unterstützen und zu ermutigen.

Ideen und Vorlieben der Kinder werden gerne aufgenommen und so entwickelt jede Gruppe ihre ganz besondere Individualität.

Wir möchten für unsere Kinderstube, dass:

  • sie gerne in die Kinderstube kommen und sich bei uns wohl fühlen 
  • ihre Persönlichkeit und Individualität unterstützt werden.
  • sie Kind sein dürfen.
  • ihre Neugierde geweckt und unterstützt wird.
  • ihre Kreativität gefördert wird.
  • sie ihren Bewegungsdrang ausleben können.

Bei uns erleben die Kinder einen "kleinen Kindergartenalltag". Sie werden auf diese Weise langsam auf ihren Besuch im "großen Kindergarten" vorbereitet.

Dazu gehört, jedem Kind eine, auf seine Bedürfnisse abgestimmte Eingewöhnungsphase, zu gewähren. Dies erleichtert nicht nur Ihm, sondern auch den Eltern den Prozess des ersten "Loslassens".

Unsere Ziele

  • In einer Gruppe den sicheren Umgang mit anderen zu üben - lernen, eigene Bedürfnisse umzusetzen, aber auch Bedürfnisse anderer zu akzeptieren.
  • lernen, angemessen mit Konfliktsituationen umzugehen.
  • lernen, Gruppenregeln (z.B. wir nehmen einander nichts weg, wir tun einander nicht weh) einzuhalten.
  • das Sprachverständnis und den Wortschatz zu erweitern.
  • musikalisch- /rhythmische Fähigkeiten zu erlangen.
  • Fertigkeiten in der Grob- und Feinmotorik zu erlangen.
  • Förderung der Selbstständigkeit, (z.B. durch Übungen des täglichen Lebens, wie Händewaschen, Tisch decken und abräumen)
  • lernen mit Räumlichkeiten und Materialien sorgsam umzugehen.

 

Schwerpunkte unserer Arbeit

Das freie Spiel

Den größten Zeitraum nimmt das freie Spiel in einer vorbereiteten Umgebung ein.
Das heißt, die Betreuerinnen sind in einer "aktiven Zuschauerrolle", indem sie mit ihrer Aufmerksamkeit bei den Kindern sind und auf deren Bedürfnisse und Anregungen eingehen, sie jedoch nicht ständig motivieren oder fordern. Es darf auch "nichts" getan werden. Unter einer vorbereiteten Umgebung verstehen wir das Bereitlegen verschiedenster Materialien, je nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder. Im Gegensatz zur angeleiteten Beschäftigung können die Kinder während des Freispiels wählen, was sie spielen, mit wem sie spielen und wo sie spielen möchten.

Die meisten Freundschaften entstehen während des Freispiels. In der Freispielphase werden die Kinder dazu angeregt, Eigeninitiative zu entwickeln, Kontakte aufzunehmen und sich Konflikten zu stellen. Sie haben Gelegenheit, Erlebnisse in verschiedenen Spielformen zu verarbeiten und zu vertiefen. Dem Spiel kommt eine besondere Bedeutung zu.  Das Spielen ist die kindgemäße Betätigungsform schlechthin. Das Kind setzt sich spielerisch mit sich, mit Menschen, Dingen und Ereignissen auseinander. Es setzt seine ganze Person ein: den Kopf zum Denken, den Bauch für die Gefühle, den Körper zur Bewegung. Im Spiel werden wesentliche Fähigkeiten geweckt und gefördert, wie soziales Lernen, sprachlicher Ausdruck, Fantasie, Kreativität und Neugierde. Außerdem lernen die Kinder im Spiel mit anderen den Wert der Gemeinschaft und Freundschaft zu schätzen.

Folgende Bereiche/Materialien stehen den Kindern u.a. in dieser Zeit zur Verfügung, wobei nicht alle zeitgleich angeboten werden:

Bällebad mit Rutsche > Bobbycars > Schaukel > Wippe > Trampolin > Verkleidungskiste > Babypuppen > Puppenhaus > Handpuppen > Kissen und Decken zum Kuscheln, Höhlen bauen und verstecken > Bücher > Puzzles > Kugelbahn > Bausteine > Kreativ-Material > ...

Zusammenarbeit mit den Eltern

Die Arbeit in unserer Einrichtung ist eine familienergänzende sowie unterstützende Aufgabe.

Gegenseitiges Vertrauen und Verständnis zwischen Eltern und Mitarbeiterinnen der Kinderstube bilden die Grundlage für die pädagogische Arbeit mit dem Kind.

Eltern dürfen von uns erwarten:

  • dass wir zuverlässig und verbindliche Partnerinnen sind
  • dass wir offen sind für ihre Wünsche, Erwartungen und Belange
  • dass ihre Meinung bei uns gefragt ist
  • dass wir unseren Bildungs- und Erziehungsauftrag ernst nehmen.

Durch Schnuppertage, Elterngespräche, Eltern-Kind-Vormittage mit Bastelaktionen und Lieder-/Spielkreis, gemeinsame Feste und Ausflüge, möchten wir einen Einblick in unseren Kinderstubenalltag ermöglichen und unsere Arbeit transparent machen.

Wir bauen auf eine harmonische Zusammenarbeit!

Tagesablauf

  • Bringen der Kinder und individuelle Begrüßung
  • Freie Spielzeit in vorbereiteter Umgebung
  • Gemeinsames Aufräumen 
  • Morgenkreis mit Gesprächen, Liedern und festem Ritual als Vorbereitung zum Händewaschen 
  • Händewaschen 
  • Gemeinsames Frühstück mit dazugehörigem Tischspruch
  • Kurzes Freispiel
  • Abschlusskreis mit Liedern, Bewegungsspielen und einem als festen Bestandteil eingebautem Abschlusslied
  • Abholen der Kinder


Teamarbeit

Wir sind ein Team,
das sich mag,
schon lange zusammenarbeitet
und sich aufeinander verlassen kann.

Jedes Teammitglied hat seine besonderen Stärken entwickelt, so dass sich die verschiedenen Talente bei unserer Arbeit wie Puzzleteile zu einem Ganzen zusammen fügen.

Teambesprechung

Regelmäßig treffen wir uns zu einer Teambesprechung. Hier planen wir unsere pädagogische und organisatorische Arbeit. Es werden außerdem besondere Probleme, die bei Kindern oder mit den Eltern auftreten, besprochen und wir überlegen gemeinsam eine konstruktive Lösung. Selbstverständlich reflektieren wir unsere eigene Arbeit und gegebenenfalls korrigieren wir unser Verhalten.

Um neue Anregungen zu erhalten, nehmen wir an Fortbildungsveranstaltungen teil.