Angelikakrieger01

Der Steg am Ostseebad!

31.10.2019 26.06.2019

100 Meter hinaus auf das Wasser. Auf ungefähr 300 Planken. Man müsste einmal nachzählen. Und dieser Gang ist nie derselbe. Links Dänemark, gegenüber die Marineschule. Bei Nebel aber nichts. Nur Grau. Schönes helles Grau. Oder Streifen des Lichts, wenn der Wind einmal schweigt. Spiegelglatte Fläche. Mond. Oder gleißend in der Sonne.

Der Steg ist eine Brücke in das Licht.

Und er lebt. 10 Jahre konnte ich in seiner Nähe wohnen. Jeden Morgen und jeden Abend trat ich auf seine Planken. Und war meist nicht allein. Gleich vorn manchmal Modenschau: Kamera und weißer Schirm. Ein Stück weiter: Mann am Geländer. „Moin“! Und vorn am Kopf dieses Stegs: Angler mit ihren Schnüren, Messern, mit Blut und Bier. Und hier wird auch getauft, Pastor im Anzug, im Wasser. Und Blumen wurden geworfen - im Gedenken an eine Tote. Es wurde gestorben: unter dem Eis oder beim Schwimmen. Und dann wieder Stille: nur Wind und Plätschern der Wellen. Pfeifen des Austernfischers.

Dann der Lärm: lautes Leben der Jugendlichen am heißen Sommertag. Raus-rein in das Naß unten. Im Hintergrund Saz-Klänge. Live. Und Sonntagsbummel von Familien und Freunden. Ein Fest des Lebens auf diesem Steg. Unschätzbar für Flensburg.

Der Steg zwischen Himmel und Erde. Himmelsleiter. Engel steigen auf und nieder. Man kann träumen wie Jakob: 1. Mose 28. „Ich bin immer bei dir, spricht Gott“.

Der Steg - Teil unserer Petri-Gemeinde. Herberge für Morgenschwimmer und den „Lebenden Advent“. Auch dieses Jahr wieder. St. Petri wünscht Ihnen einen frohen Sommer. Und besuchen Sie ´mal den Steg. Es lohnt sich. Ihr Christoph Touché