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1000 Dank an Pastor Dietrich Waack

23.11.2021

In einem feierlichen Gottesdienst mit Empfang ist Pastor Dietrich Waack am Sonnabend, 20.11.2021 im Gemeindezentrum Flensburg-Engelsby in den Ruhestand verabschiedet worden.

Seit 2003 war er für die Gemeinde- und Personalentwicklung im Kirchenkreis zuständig. In diesem Amt hat er unzählige Kirchengemeinderäte, Gremien und Menschen beraten, sie in Regionalisierungsprozessen begleitet, Konflikte bearbeitet und in verschiedenen Zusammenhängen moderiert. Dafür haben ihm die drei Pröpst*innen Johanna Lenz-Aude, Carmen Rahlf und Helgo Jacobs, die ihre Abschiedsrede gemeinsam gestalteten, sowie zahlreiche weitere Redner*innen vielfach gedankt.

In ihrer Begrüßung sagte Pröpstin Johanna Lenz-Aude: „Sie waren schon vor dem Kirchenkreis da, haben dieses Amt seit 2003 inne. Sie sind keiner von den Lauten, aber spürbar da. Danke, dass Sie sind, wie sie sind.“ Und später sagte sie: „Jeder Kirchenkreis sollte einen Dietrich Waack haben. Wir werden Sie vermissen, aber wir gönnen Ihnen den Ruhestand.“

Propst Helgo Jacobs bezog sich in seinem Redeteil darauf, dass Gott einen hellen Schein in die Herzen der Menschen gelegt habe (2. Korinther 4). Pastor Dietrich Waack habe diesen in jedem Menschen gesucht und gefunden. Er sagte: „Lieber Herr Waack, Sie sind ein Schatzsucher und finden selbst im griesgrämigsten Gremium den hellen Schein und ein Licht im Dunkeln.“ Dabei habe Waack in der Vergangenheit 3G+ geholfen: Geduldig und gelassen führte zu geklärt und getragen. „Dafür 1000 mal danke, Peace und take care“, verabschiedete sich Jacobs.

Und Pröpstin Carmen Rahlf ergänzte: „Ich danke Ihnen und ich danke Gott für die Art, wie Sie sich in den Dienst haben nehmen lassen. Mit ihrem Wesen und ihrer Haltung haben Sie einen Geist des Friedens eingebracht, segensreich gewirkt. Sie haben auch die Skeptiker*innen, Zweifler*innen und Kritiker*innen wertschätzend in die Prozesse einbezogen, niemanden geringgeschätzt oder gar ausgegrenzt.“

Waack selbst bezog sich in seiner letzten Predigt im aktiven Dienst auf das Bibelwort „Dein Reich komme“ aus dem Vaterunser. Er zeichnete den krassen Gegensatz zwischen der Vision von Gottes Reich und der Realität auf. Als Beispiele benannte er eine Inselgruppe im Osten Papua Neuguineas, die bereits 2010 aufgrund der Klimakatastrophe unbewohnbar geworden war. In Papua Neuguinea hat Waack zu Beginn seiner pastoralen Laufbahn gelebt und gearbeitet. Ein weiteres Beispiel seien die Lebensumstände für Geflüchtete im Flüchtlingslager auf Lesbos. Aber es gebe Bewegungen und Zeichen, dass das Reich Gottes mitten unter uns schon angefangen hat und wächst, so Waack in seiner Predigt, zum Beispiel in Aktionen für Frieden und Gerechtigkeit. Er sagte: „Sie alle setzen sich als Haupt- und Ehrenamtliche mit Herzblut und Treue für das ein, was Jesus ausgestreut hat. Und ich hatte das große Privileg und die Chance, dies im Kirchenkreis in allen Facetten kennenzulernen. Ich habe die Zeit und die Arbeit genossen.“ Der ökumenischen Arbeit will Waack auch in Zukunft verbunden bleiben – und an anderen Stellen will er Neues entdecken: So wartet beispielsweise ein Kontrabass, den Waack künftig mit klassischer Musik und mit improvisierten Jazz-Tönen zum Klingen bringen wird.