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Bischof Magaard: „Freundschaft und Zusammenhalt behalten Gültigkeit“

Veranstaltungen zum Deutsch-dänischen Grenzjubiläum verschoben 10.05.2020

Zur 100. Wiederkehr der Grenzabstimmungen zwischen Dänemark und Deutschland hatten die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), die dänische Folkekirke sowie die beiden Minderheitenkirchen in der Grenzregion zusammen vielfältige Jubiläumsveranstaltungen im Laufe des Jahres geplant. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden behördlichen Schutzmaßnahmen wird dieses Festprogramm auf das nächste Jahr verschoben.

„Meine dänischen Amtsgeschwister, Bischöfin Marianne Christiansen aus Hadersleben und Bischof Elof Westergaard aus Ribe, und ich haben diese Entscheidung gemeinsam getroffen“, erläutert der Schleswiger Bischof Gothart Magaard (Sprengel Schleswig und Holstein). „Die geplanten Veranstaltungen sollten von Begegnung und Gemeinschaft über die Grenze hinweg geprägt sein. Dieser Kerngedanke ist unter den gegebenen Umständen leider aktuell nicht umsetzbar. Der Schutz der Gesundheit und des Lebens sind vorrangig und gebieten uns, Abstand zu halten. Doch wir sind uns einig: Gemeinsam Freundschaft und Zusammenhalt begehen können wir im Geiste jederzeit – und beides wird auch zu einem späteren Zeitpunkt nichts an Gültigkeit eingebüßt haben. Daher verschieben  wir unser gemeinsames Programm auf das nächste Jahr.“

Unter den geplanten Veranstaltungen fanden sich gemeinsam gestaltete Festgottesdienste, Pilgertouren, Mahlzeiten an der Grenze und Konzerte. Diese sollen nun nach Möglichkeit später nachgeholt werden. Entsprechende Ankündigungen werden beiderseits der Grenze rechtzeitig veröffentlicht.

Dr. Antje Wendt
Pressereferentin des Bischofs im Sprengel Schleswig und Holstein