Friedensklima
Quelle: friedensdekade.de

Eröffnungsgottesdienst der Ökumenischen FriedensDekade 2019 in Flensburg

07.11.2019

Unter dem Motto „Friedensklima“ wurde am 10. November mit einem Gottesdienst in der St. Nikolaikirche in Flensburg die diesjährige Ökumenische FriedensDekade eröffnet.

Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), hielt die Predigt. Die Liturgie gestalteten Pastor Dr. Marcus Friedrich und Inga Fischer von der St. Nikolaikirche in Flensburg sowie Julika Koch vom Referat Friedensbildung der Nordkirche.

Gottesdienste, Andachten und Veranstaltungen
Die Ökumenische FriedensDekade findet in jedem Jahr an den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag statt. Während dieser Zeit werden Aspekte über den Klimawandel und seine Auswirkungen auf den Frieden in unserer Gesellschaft thematisiert. Unter anderem geht es um Flucht- und Migrationsbewegungen als Folge von Klimaveränderungen. Auch in Hamburg, Rostock, Neumünster oder Kiel sind die Menschen in den Tagen vom 10. bis 20. November zu Gottesdiensten, Andachten und Veranstaltungen eingeladen.

Ausstellung in Flensburg
Schon jetzt begleitet eine neue Ausstellung in St. Nikolai die FriedensDekade 2019: "Wirksam ohne Waffen - gewaltfrei intervenieren weltweit". Sie wurde vom "Friedensmuseum Nürnberg e.V." und dem "Bund für soziale Verteidigung - BSV" zusammengestellt. In Bildern und Texten wird in das Thema "Gewaltfreie Intervention" eingeführt und deren Wirksamkeit in Krisengebieten aufgezeigt (z.B. Westbalkan, Syrien, Philippinen). So werden Organisationen und deren Arbeitsweisen vorgestellt, die weltweit im Sinne ziviler Friedensdienste tätig sind. Im zweiten Teil der Ausstellung werden Methoden ziviler Konfliktbearbeitung in aller Kürze behandelt. Diese können auch hier vor Ort helfen, "friedlicher" miteinander umzugehen: Dabei geht es u. a. um deutsche Vergangenheit, sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt sowie Widerstand und Konfliktbearbeitung auf lokaler Ebene.

Ökumenische FriedensDekade
Die Idee zur FriedensDekade kam aus den Niederlanden und wurde 1980 in West- und Ostdeutschland gleichzeitig in- und außerhalb von Kirchen aufgenommen. Die Ökumenischen FriedensDekaden haben wesentlich zur Vertiefung christlichen Friedenszeugnisses und zur Willensbildung in Gemeinden und Kirchen beigetragen.

Trägerorganisationen der Ökumenischen FriedensDekade sind heute die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), pax christi, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej), PRO ASYL, Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste und der Internationale Versöhnungsbund/Dt. Zweig. Im Planungsteam sind außerdem Vertreterinnen und Vertreter der EKD und evangelischer Landeskirchen sowie der Katholischen Kirche. 

Weitere Termine und Informationen: www.friedensdekade.de