Projektpartner unterzeichnen die Absichtserklärung für das Familienhaus: 
vlnr vorne: Pröpstin Johanna Lenz-Aude, Kai Schmidt, Bürgermeister Dr. Arthur Christiansen, Maren Korban, Gerd Nielsen
hinten vlnr: Propst Helgo Jacobs, Thomas Nolte, Ernst-Otto L
Projektpartner unterzeichnen die Absichtserklärung für das Familienhaus: vlnr vorne: Pröpstin Johanna Lenz-Aude, Kai Schmidt, Bürgermeister Dr. Arthur Christiansen, Maren Korban, Gerd Nielsen | hinten vlnr: Propst Helgo Jacobs, Thomas Nolte, Ernst-Otto Löwenstrom, Arno Bauhaus, Antje Schümann, Volker Syring, Ingo Gutzmann (Foto: Pfaff)

Familienhaus Schleswig-Friedrichsberg: Kirchenkreis Schleswig-Flensburg plant visionäres Bauprojekt

27.12.2017

Im Schleswiger Friedrichsberg ist die älteste Kindertagesstätte Schleswig-Holsteins beheimatet. Seit 1853 werden hier Kinder im Vorschulalter begleitet und betreut - früher unter dem Namen "Warteschule", heute als "Kita Hornbrunnen".

Die schlechte Nachricht: Das Gebäude ist mittlerweile so alt, dass es mittel- und langfristig nicht mehr als Kita genutzt werden kann. Die gute Nachricht: Für den Ev.-Luth. Kirchenkreis Schleswig-Flensburg ist dies der Anlass, ein zukunftsweisendes Projekt zu planen: Das Familienhaus Schleswig-Friedrichsberg. Auf einer Grundfläche von knapp 1.400 qm soll ein multifunktionales Haus im Stadtteil entstehen, das neben einer Kita die verschiedensten Angebote von insgesamt 9 Kooperationspartnern zum Wohle der Bürger*innen vor Ort und für die Region bereithält.

Pröpstin Johanna Lenz-Aude sagt: "Wir haben uns auf den Weg gemacht, einen Kraft- und Kompetenzort für Familien zu schaffen." Vernetzung und Zusammenarbeit seien zwei wichtige Begriffe, erläutert sie die Idee und die Pastoren Thomas Nolte und Ingo Gutzmann ergänzen: Es solle ein Haus mit "Vitamin B" werden, und das gleich in fünffacher Dosis: Im Zentrum stünden Betreuung, Beratung, Bildung, Begleitung und Begegnung.

So sollen neben der Kita Hornbrunnen des Ev. Kindertagesstättenwerkes im Neubau künftig auch Beratungsangebote des Diakonischen Werkes und heilpädagogische Betreuung zu finden sein, genauso wie Krabbelgruppen und Delfi-Kurse der Familienbildungsstätte, Seniorengymnastik der AWO, Beratungsangebote des DRK und des Kreises Schleswig-Flensburg, frühe Hilfen von Schutzengel, Volkshochschulkurse der Stadt und Seniorentreffen der Kirchengemeinde Schleswig. Das Konzept sieht ein offenes Haus vor, so dass beispielsweise ergänzend ein Stadtteil-Café denkbar ist und Initiativen der Bürger vor Ort willkommen sind. 

Die Detailplanung der Angebote beginnt in der nächsten Projektphase, erläutert Dieter Paul Witasik von der ews-Group. Gemeinsam mit seinem Kollegen Ingwer Seelhoff hat er heute (20.12.2017) die Machbarkeitsstudie für das Projekt präsentiert, nachdem sie ein Jahr lang Studien gesichtet, Bedarfe und Potentiale ermittelt und Megatrends studiert haben. Ihre Empfehlung an alle Gremien, die jetzt zu entscheiden haben: Das Familienhaus Schleswig-Friedrichsberg ist ein Leuchtturmprojekt für Schleswig und die Region, so dass es in der vom Architekturbüro Dogs dargestellten architektonischen sowie der konzeptionellen und organisatorischen Form umgesetzt werden sollte.

Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg: Die 10 beteiligten Partner haben heute eine Absichtserklärung (Letter of Intent) unterschrieben, mit der sie sich auf die bisher erzielten Ergebnisse und den weiteren gemeinsamen Prozess verständigt haben:

Ziel ist es demnach, ein „Familienhaus Schleswig-Friedrichsberg“ zu entwickeln und unter Trägerschaft des Ev.-Luth. Kirchenkreises Schleswig-Flensburg zu betreiben.

Ein maßgeblicher Partner im Boot ist die Stadt Schleswig, deren Bürgermeister Dr. Arthur Christiansen allen Kooperationspartnern für das gute Miteinander auf dem Weg bis zu diesem Meilenstein und der Kirche für ihren Mut, das Projekt anzugehen, dankt. Er sagt: "Alle wollen das Familienhaus, es ist die Sehnsucht da, gemeinsam etwas zu schaffen. Heute ist ein guter Tag für Schleswig, weil zwei Meilensteine geschafft sind: Die Machbarkeitsstudie empfiehlt die Umsetzung und der Letter of intent ist unterschrieben. Das sind wichtige Voraussetzungen und ich bin zuversichtlich, dass es weitergeht."

Aber: Bevor endgültig gebaut werden kann, müssen Anträge eingereicht und positiv beschieden werden, denn das 3,8 Millionen schwere Projekt kann nur mit Förderungen - zum Beispiel aus dem Zukunftsprogramm ländlicher Raum in Schleswig-Holstein, von der Aktion Mensch und aus Bundesprogrammen - Wirklichkeit werden. 

Die Projektpartner unterzeichnen die Absichtserklärung für das Familienhaus Schleswig-Friedrichsberg:

v.l.n.r vorne: Pröpstin Johanna Lenz-Aude, Ev.-Luth. Kirchenkreis Schleswig-Flensburg, Kai Schmidt, Deutsches Rotes Kreuz, Bürgermeister Dr. Arthur Christiansen, Stadt Schleswig, Maren Korban, Arbeiterwohlfahrt, Gerd Nielsen, Ev. Kitawerk

v.l.n.r. hinten: Propst Helgo Jacobs, Ev.-Luth. Kirchenkreis Schleswig-Flensburg, Thomas Nolte und Ernst-Otto Löwenstrom, Diakonisches Werk, Arno Bauhaus, Kreis Schleswig-Flensburg, Antje Schümann Familienbildungsstätte Schleswig, Volker Syring, Schutzengel, Ingo Gutzmann, Regionalzentrum des Kirchenkreises 

Es fehlt die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Schleswig.

(Foto: Anja Pfaff)