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Foto: Gerber

Gedanken zur Woche: "Geöffnet"

31.03.2018

Gedanken zur Woche von Pastor Hans Christian Gerber, Husby

Da ist nicht viel zu erkennen: ein dunkler Raum, eine leicht geöffnete Tür, ein heller Hintergrund. Ostern, da ist nicht viel zu erkennen: eine dunkle Höhle, in die der Leichnam Jesu gelegt worden ist. Sie ist geöffnet. Leichenpflege ist nicht mehr möglich. Der Weg weist nach draußen. Dort ist es hell und freundlich.

An Ostern haben Menschen ihre Fragezeichen. Das darf so sein. Kein Mensch kann Ostern wirklich erklären. Aber mit Ostern wird der Raum unserer Lebenserfahrung geöffnet für eine weitere Dimension: Neuschöpfung, Auferstehung, neues Leben im Tod. Wie wir diese Dimension auch nennen, sie ist von göttlicher Kraft durchsetzt und setzt dem menschlichen Ende einen Anfang entgegen.

Wenn wir als Christen die Auferstehung von Jesus dem Gekreuzigten feiern, dann ist für uns Auferstehung mehr als etwas Allgemeines. Die Auferstehung hat etwas mit der menschlichen Person zu tun, Auferstehung ist etwas Persönliches. Auferstehung öffnet den bisherigen Lebenshorizont für etwas großartig Neues, Helles und Zukunft weisendes.

Im Osterevangelium heißt es: „Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Geht aber hin und sagt seinen Jüngern, dass er vor euch hingeht.“ (Markus 16, 6+7)

Ostern – Jesus ist kein Name allein für Gewesenes. Sein Name steht für Zukunft. Und für Hoffnung. Und für gegenwärtige Begleitung. Auch wenn nicht viel zu erkennen ist, es ist wie der Frühling und mehr als das: Neues Leben nach dem Winter! Geöffnet ist der Raum der Ewigkeit nicht erst nach dem Tod.