Aabenraa Sct Nicolai Kirke1
Sct. Nicolai Kirche in Apenrade (Foto: Wikimedia, Autor "Hubertus")

Nordschleswigscher Kirchentag in Apenrade

18.05.2019

Herzliche Einladung nach Apenrade zum Nordschleswigschen Kirchentag am 26. Mai 2019 „Suche den Frieden und jage ihm nach!“ (Psalm 34,15 Jahreslosung 2019)

Programm

9.00 Pilgerwanderung
(Parken: Treffen auf dem Hof von Hans Hinrich Matzen, Enemarksvej 31 6200 Aabenraa)

10.30 Konzertgottesdienst in der Nicolaikirche  mit der „Mittelholsteinischen Weltkapelle“
Und sie sagen „Friede! Friede!", und ist doch nicht Friede.“ (Jeremia 6,14)
Parkmöglichkeiten: Begrenzt direkt am Gemeindehaus und der Kirche: Kirkeplads, Nicolaigade 21.
Sonst beim Haus Nordschleswig, Vestergade 30, 6200 Aabenraa, und dort auch quer gegenüber auf dem großen Parkplatz oder auch Parkeringsplads, Møllemærsk 24.

12.15 Essen im Gemeindehaus an der Nicolaikirche

13.15 Vortrag (im Gemeindehaus)
Oberst i.G. Michael Strunk, Flensburg und Hamburg
"Dem Frieden nachjagen - aber wie?
Frieden schaffen, gestalten und bewahren.“
Diskussion und Fragen
Singen mit Mirko March (Klavier); Kaffee to go

15 Uhr Abschluss

Anmeldung?

Wie in den Jahren zuvor, kann auch an nur „einem Teil“ des Programmes teilgenommen werden. Zum Pilgern, Konzertgottesdienst und Vortrag ist keine Anmeldung erforderlich. Aus Platzgründen bitten wir euch aber um eine Anmeldung zum Mittagessen. Plätze nach Reihenfolge der Anmeldung.

Anmeldungen bis zum 20.5. entweder per E-mail: mail@kirche.dk
oder telefonisch bei der Geschäftsstelle der NG, Tel.: (+45) 74 64 40 34.
Unkostenbeitrag 150 Kronen für das Mittagessen
Es laden herzlich ein: Die deutschen Gemeindeteile der Stadtgemeinden in Nordschleswig und die Nordschleswigsche Gemeinde.

Informationen:

Seit Ende 2016 singt und spielt die mittelholsteinischeWELTkapelle Musik aus Morgenland und Abendland.
Abdelhakim Emam - Oud, Gesang; Ali Al-Shawi - Dharboukha, Daf; Ameer Hussein Fares - Kanoun, Dharboukha; Anette Berchtold – Klarinette; Anne Gayed - Cello, Gesang; Christian Gayed - Kontrabaß, Gesang; Jaafar Daoud - Ney, Rakh; Manfred Jaspers - Geige, Gesang; Matthias Kempendorf - Mandoline, Bouzouki, Akkordeon.

Die Kapelle schreibt: „Wir sprechen verschiedene Sprachen und Mundarten, aber eine Sprache haben wir gemeinsam: die Musik.“ Hier kommen Kulturen zusammen, die sonst getrennt voneinander musizieren. Die Mitglieder der Kapelle leben alle in Mittelholstein, sind aber alle Zugereiste - manche aus verschiedenen Gegenden Deutschlands, andere aus Syrien und dem Irak. Alle haben Erfahrungen mit Orchestern oder Bands und sind auf den verschiedensten Bühnen aktiv gewesen. Neben eigenen Kompositionen machen Arrangements traditioneller orientalischer wie deutscher Lieder den besonderen Sound der Gruppe aus. Aber auch alles, was geographisch und stilistisch angrenzt oder dazwischenliegt, macht sich die Kapelle gern zu eigen: Musik vom Balkan oder aus der Türkei, Klezmer, aber auch skandinavischen Folk - mit Gesang und einer ungewöhnlichen Mischung von Instrumenten.

Oberst i.G. Michael Strunk ist Leiter des Projektmanagements an der Führungsakademie der Bundeswehr, Hamburg. Er ist Mitglied des Ausschusses der Synode der Nordkirche „Frieden Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.“ Er war auf Auslandseinsätzen auf dem Balkan und in Afghanistan. In seinen Ausführungen zur Jahreslosung wird er auch von seinen persönlichen Erfahrungen aus diesen Einsätzen erzählen. Als Flensburger hat er sich in die Geschichte des Grenzlandes vertieft. Die deutsch-dänische Geschichte zeige, wie viel Zeit es brauche, Frieden zu gestalten. Oberst Strunk beschreibt seinen Vortrag. über den wir ins Gespräch kommen wollen:

„Als Soldat habe ich mich Zeit meines Berufslebens und schon davor in friedensethischen Fragestellungen orientieren und positionieren müssen. Die Frage, wie sich Frieden schaffen, gestalten und bewahren lässt, ist eine Kernfrage meines beruflichen und meines christlichen Selbstverständnisses … Besonders gegenwärtig war dies in insgesamt vier Auslandseinsätzen auf dem Balkan und in Afghanistan. In der Regel stehen wir in diesen Einsätzen zwischen der Zeit des Krieges und der Zeit des Friedens. Jene Zeit, in der der Kriegszustand zwar beendet, aber die Gewalt nicht beseitigt ist; in der die Voraussetzung für eine friedliche Entwicklung zwar geschaffen, aber der verlässliche Frieden längst nicht erreicht ist … Ich habe immer auch in diesen Situationen einen Bezug zur Entwicklung und der Aussöhnung in unserer Region gebildet, weil es sich bei uns beispielhaft zeigt, dass Frieden möglich ist, der Prozess aber lange dauert und sehr viel Umsicht und gegenseitigen Respekt erfordert.“