Britta Thomsen aus Kropp organisiert per WhatsApp eine Taufe am Strand (Foto: Ahrens)

Regional. Evangelisch. Persönlich: Kirche bietet Service per Whatsapp & Co.

13.03.2021

„Ich möchte mein Kind in der Ostsee taufen lassen, geht das?“, „Ich habe Streit mit meinem Sohn, gibt es bei der Kirche eine Erziehungsberatung?“ „Wo finden derzeit Präsenzgottesdienste statt?“ „Ich habe Kummer, kann ich mit einem Pastor sprechen?“ „Wann werden das nächste Mal die Gebühren für unseren Kita-Platz eingezogen?“ oder auch „Wo wohnt eigentlich Gott?“ Diese und andere Fragen stellen Menschen täglich an Ihre Kirche. Im Kreis Schleswig-Flensburg und der Stadt Flensburg geht das künftig auch über Whatsapp, Facebook-Messenger und Telegram. Hier steht ab 1.3.2021 ein achtköpfiges Team des Ev.-Luth. Kirchenkreises Schleswig-Flensburg in den Startlöchern, um alle Fragen rund um die Ev. Kirche in der Region oder den Glauben per Whatsapp & Co. zu beantworten.

Neben Anja Ahrens und Michael Haalbeck aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gehören die drei Pastor*innen Birgit Lunde, Ingo Gutzmann, und Johannes Ahrens zum Team. Silke Hansen-Rathmann und Robin Gröbitz werden sich um Verwaltungsfragen kümmern, Nadine Hühne um alle Fragen rund um die Kitas.

Die Projektkoordinatorin Anja Ahrens sagt: „Die Kommunikation per Messenger – also per Whatsapp, Telegram, Facebook-Messenger und ähnliche Dienste – ist ein gesellschaftlicher Trend. Allein in Deutschland kommunizieren ca. 58 Millionen Menschen täglich per Whatsapp. Da liegt es doch nahe, dass wir als Kirche auf diese einfache Art erreichbar sind und die Menschen so Kontakt aufnehmen können, wie sie es gewohnt sind.“

Und Pastorin Birgit Lunde, die zum Team gehört und in der Arbeitsgruppe Digitalisierung das Projekt mitentwickelt hat, ergänzt: „Wir freuen uns, nun starten zu können. Lange war das Thema Datenschutz ein Problem, aber das haben wir jetzt gelöst. Wir haben ein System gefunden, mit dem wir datenschutzkonform kommunizieren.“

Das Team sieht die Whatsapp-Kommunikation als Ergänzung zu den Anfragen per Telefon, Brief oder E-Mail, die täglich gestellt werden. Und es rechnet damit, zahlreiche Fragen entweder an die Zuständigen weiterzureichen oder sie in Rücksprache mit den Gemeinden und Einrichtungen zu beantworten.

Anja Ahrens sagt: „Anders geht es gar nicht bei einem so großen Kirchenkreis.“ Dazu gehören 60 Kirchengemeinden, fast 60 Kitas, die Tageswohnung für Obdachlose, der Migrationsdienst, Häuser der offenen Tür, Pfadfinderangebote und Vieles mehr. Im Kreisgebiet und der Stadt Flensburg arbeiten ca. 100 Pastor*innen und 1.700 Mitarbeiter*innen mit vielen Spezialgebieten.“ Sie sagt: „Die Messenger-Kommunikation ist ein ergänzendes Pilotprojekt, das wir nun zwei Jahre erproben.“
Pröpstin Johanna Lenz-Aude sagt: „Wir Pröpst*innen unterstützen das Experiment. Unser Leben verändert sich und gerade in dieser Zeit ist noch einmal deutlich geworden, dass neue Technik und Kommunikationsplattformen nicht nur eine gute, sondern auch eine wichtige Ergänzung zu den uns bisher vertrauten Wegen ist.“

Wer die Kirche per Whatsapp oder Telegram erreichen will, speichere bitte die Tel. 04621 96300 in seinen Kontakten und starte Whatsapp oder Telegram wie gewohnt.

Eine weitere Möglichkeit ist, www.frag-die-kirche.de zu besuchen und den Anweisungen zu folgen.