Biker Seelsorger vorne Uwe Stiller und Wolfgang Schildt in St Michael Foto Pfaff
Biker Seelsorger: Uwe Stiller (vorne) und Wolfgang Schildt in St. Michael (Foto: Pfaff)

Spirit-Tour durch Deutschland: Start mit Segen beim Motorradgottesdienst

10.05.2019

Der Altar der Flensburger St. Michael-Kirche ist der Startpunkt, die St. Matthäus-Kirche in der Münchner Innenstadt das Ziel: Am 18. Mai brechen „zwölf Apostel“ in Flensburg mit ihren Motorrädern zur ersten Spirit-Tour durch ganz Deutschland auf – nicht ohne einen Segen, den sie beim Flensburger Motorradgottesdienst n der St. Michael-Kirche empfangen.

Der Gottesdienst, zu dem Menschen mit und ohne Motorrad eingeladen sind, findet am 18. Mai um 13 Uhr in der St. Michael-Kirche am Flensburger Ochsenmarkt statt. Mit dabei sind Pröpstin Carmen Rahlf, Oberbürgermeisterin Simone Lange und die Band Nyhard, die seit 10 Jahren christliche Rockmusik macht. Die Predigt hält Biker-Pastor Uwe Stiller, der als Ehrenamtlicher im Team der Seelsorge-Hotline „Bikers Helpline“ auch für die Deutschland-Tour mit verantwortlich zeichnet.

Erste Station nach dem Gottesdienst ist dann Husum, wohin die 12 Apostel mit allen motorisierten Gottesdienstgästen, die Lust haben mitzufahren, aufbrechen. Ein Fischbrötchen am Hafen soll dort als Stärkung dienen – und dann geht es richtig los: Ihre heißen Öfen mit zusammen mehr als 1.200 PS bringen die Apostel über Hamburg, Tonenburg, Hannover, Schotten, Frankfurt und weitere Stationen bis nach München, wo Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm sie am 2. Juni in Empfang nimmt. Nach dem offiziellen Abschluss in München geht es für die Gruppe anschließend sogar noch einmal weiter bis ins Kleinwalsertal in Österreich.

„Die Idee für die Spirit-Tour kam uns bei einer deutschlandweiten Zusammenkunft des Seelsorge-Teams „Bikers Helpline“, als wir über unser 20-jähriges Jubiläum nachdachten“, berichtet Biker-Pastor Uwe Stiller. Als bundesweite Gemeinschaft mit dem christlichen Kreuz als Symbol ziehen wir mit unserer Tour auf der Landkarte den einen der beiden Kreuz-Striche nach: Von Nord nach Süd. Uns ist es wichtig, wirklich einmal das gesamte Land zu durchkreuzen, denn als „Bikers Helpline“ sind wir seelsorgerlich auch im ganzen Land aktiv und teilen Freud und Leid mit Bikern und ihren Familien in jedem Bundesland. Eine zweite Tour – dann von West nach Ost – will die Gruppe planen, wenn der Längsstrich des Kreuzes erfolgreich gefahren ist.

Die mehr als 1000 km der ersten Spirit-Tour absolvieren die Biker in insgesamt zwei Wochen. Dabei sitzen sie nicht nur auf ihren Maschinen - mit regionalen Gruppen werden sie jeweils Motorradgottesdienste vor Ort feiern, Konzerte besuchen, Tagestouren mit Gästen unternehmen und auf Marktplätzen, in den Unterkünften und an anderen Orten vor allem ins Gespräch kommen. Wolfgang Schildt, ebenfalls Apostel auf der Tour und ehrenamtlich im Seelsorge-Team „Bikers Helpline“ sagt: „Wir nennen uns Apostel, weil wir unseren Auftrag darin sehen, das Evangelium in die Welt zu bringen, so wie die Apostel damals. Wir sind eben Apostel mit Motorrad-Kutte.“