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Foto: Cory Woodward, Unsplash

Wort zur Woche: "Die Stunde der Erde"

30.03.2019

Wort zur Woche von Pastor Ingo Gutzmann, Leiter des Regionalzentrums

Heute Abend: Licht aus! Eine Stunde lang, zwischen 20.30 und 21.30 Uhr. Bei dir zu Hause und überall auf der Welt - „Earth Hour“. Mach‘ mit, wie etwa die St. Jürgen-Gemeinde in Flensburg.

Was soll das nun wieder?

Die Earth-Hour, „eine Stunde lang Licht aus!“ soll ein Zeichen sein. Dafür, dass unsere Erde eine massive Entlastung von unserem Lebensstil braucht. Er verlangt ihr zu viel ab.

Und dafür, dass wir uns für diese Entlastung einsetzen wollen. Und dass wir selbst etwas tun wollen.

Das sind übrigens die klassischen Elemente der Buße: das Erkennen des Fehlverhaltens, das Anerkennen des eigenen Anteils daran, das Bereuen und  schließlich das Ändern des eigenen Verhaltens.

Doch woran hapert es eigentlich? Warum kommen wir trotz allen Wissens nicht zu einem Verhalten, dass die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzen kann?

Es gibt zu Viele, leider auch sehr Einflussreiche, die das Gegenteil der Erkenntnis behaupten. Es gibt zu Viele, die nur behaupten, Veränderungen herbeizuführen oder diese nur unzureichend angehen. Unsere VolksvertreterInnen trauen sich nicht, ihren WählerInnen, also uns, etwas zuzumuten. Menschen ziehen offenbar eine später erzwungene Veränderung einer rechtzeitig geplanten vor. Und es gibt trotz vieler Beispiele offenbar keine wirkmächtigen Bilder für ein verändertes Leben.

Stimmt nicht.: Christen z.B. haben solche. Erinnern Sie sich an die Aufkleber-Aktion im Reformationsjahr? Was hatten wir für zukunftsträchtige Sprüche: Aufrecht.Leben. - Mut proben. – Entscheidungen treffen. – Welt bewegen. – Rolle vorwärts. – Vertrauen wagen. Sogar: Du bist Papst. Und: Trau Dich.

Also: Licht aus – eine Stunde! Kerze anzünden und nachdenken: Was kann ich für den Klimaschutz tun, im privaten wie im politischen Bereich? Und nimm dir eine neue Sache vor.

Da geht noch was.