Was es zu feiern gibt

Reformationsjubiläum? War das nicht eben - 2017? Die Reformation vor 500 Jahren hat Kreise gezogen und breitete sich in Wellen aus. Schon neun Jahre nach dem Thesenanschlag Luthers, vergleichsweise früh und weitgehend friedlich, erreichte sie Flensburg und veränderte die Kirchengemeinden und die Stadtgesellschaft grundlegend. Am 1. Advent 1526, in diesem Jahr vor 500 Jahren, hielt der ehemalige Mönch Gerhard Slewart die erste reformatorische Predigt in St. Nikolai, weitere Gottesdienste folgten in den Stadtkirchen St. Johannis und St. Marien. Steintafeln an St. Jürgen und St. Nikolai erinnern an dieses Jahr.

Befreit glauben

Die Reformation war eine Befreiungsbewegung. Deren Errungenschaften sind im Menschenbild und im Selbstverständnis unserer demokratischen Gesellschaft bis heute spürbar - natürlich nach Jahrhunderten weiterer Entwicklungen in der Geistesgeschichte Europas. Dazu zählen die freie Rede und die Glaubensfreiheit, die Würde des Individuums, die geschlechtliche Gleichberechtigung, der Sozialstaat und vieles andere mehr.

Aktive Kirche in der Stadt

Nur durch Erinnerung können wir klären und bewahren, was uns kostbar ist, durch offene, aktuelle und kritische Gespräche aber und durch die Feier des Glaubens wollen wir vergegenwärtigen, was evangelische Christen heute trägt. Auf Initiative der Kirchenmusiker dieser Stadt ist eine Festdekade entstanden, die ihren Höhepunkt in einem Festgottesdienst am 1. Advent in St. Nikolai findet. Die Bischöfin des Sprengels von Schleswig und Holstein Nora Steen wird dort die Predigt halten. Der Kirchenkreis Schleswig-Flensburg bittet zum Jahresempfang.

Willkommen!

Bis dahin und darüber hinaus warten eine Vielzahl von Konzerten, Gottesdiensten, Vorträgen und Themenreihen auf Sie - zum kleinen Reformationsjubiläum in Flensburg. Wir hoffen, dass auch dieses Programm Kreise zieht und wir Sie bald begrüßen dürfen!

Für den Vorbereitungskreis,
Marcus Friedrich, Pastor an St. Nikolai