Foto: Jessika Boenigk

Spaziergang an der geheimnisvollen Binnendüne am Treßsee

28.01.2026

Spaziergang an der Binnendüne am Treßsee.

Nach sehr geringer Anmeldezahl, wurde eine Gesamtgruppengröße von 4 Teilnehmern inkl. zwei Personen aus dem Orga-Team erwartet.

Die Zweifel waren natürlich groß, ob es sich lohnt, aber unsere Hoffnung wurde erhört und es fanden sich noch 4 weitere Teilnehmer ein, die sich etwas spontaner (am Freitag Nachmittag und Samstagfrüh) entschlossen hatten, es einfach mal auszuprobieren.

Es begrüßte uns herrlicher Sonnenschein, der uns über den glitzernden See einlud, die Binnendünenlandschaft zu erkunden. Nach einer kurzen Begrüßungsrunde, bei der wir feststellen mussten, dass viele aus dem Raum Schleswig zu uns gefunden hatten, stiefelten wir los. Recht schnell waren die ersten Gespräche im Gange und alle hatten gute Laune. Auf den Weg gegeben wurde die Idee des Nachdenkens und der Austausch über das, was uns im Leben geprägt und geformt hat.

Nach ca. 10 Min kamen wir auf eine sonnige, freie Fläche, die ein weit weg von der Zivilisation schien. Christa und Ute stellten fest, dass es extrem still war!

Jessika forderte die Teilnehmer auf, einmal dieser Stille zu lauschen – und es war sicherlich 30 Sekunden nichts zu hören – nicht einmal ein Vogel in dem Moment. Es war sogar scheinbar windstill.

… Naja, wenn man genau hinhörte – aber wirklich ganz genau, dann war in der ganz weiten Ferne das leichte Rauschen einer Straße zu hören. Und dann brüllte ein Vogel! – Ja brüllen traf es, denn es war ähnlich dem Schrei eines Fasanes, gefolgt von schnatternden Gänsen, die über uns hinweg, auf dem Weg zum Treßsee als Rasplatz waren.

Der sehr schöne Vorschlag einer Teilnehmerin, sich einen Partner zu suchen und sich einmal blind führen zu lassen (also einer schaut auf den Weg, der/die Andere lässt sich mit geschlossenen Augen führen) wurde aus Sicherheitsgründen an der Stelle nicht von allen Teilnehmern umgesetzt, da der Boden sehr uneben war und die Gefahr des Umknickens gegeben war.

Dennoch versuchten es einige Teilnehmer ein kurzes Stück, sich auf das Gefühl einzulassen.

An dem Ort der Stille trug Jessika die Worte von Jan Simowitsch vor „Der Klang der Stille“ Die Teilnehmer lauschten und dachten anschließend kurz über das gehörte nach.

Wir gingen weiter und erklommen die eigentliche Düne. – Auf dieser sind Bänke zur Rast aufgebaut, die für die Pause einnahmen, um ein wenig die Rundumsicht aufzunehmen. Es wurden viele Fotos aufgenommen, die Landschaft und Flora beeindruckte sehr.

Aber auch der Kaffee und das Laugengebäck wurden dankbar angenommen, um sich etwas zu stärken, auch ein paar Kekse machten die Runde. Die Worte zum „Windflüchter I“ von Jan Simowitsch wurden von ein paar BiologieKenntnissen einer Teilnehmerin zur Entstehung von diesem Schiefen Wuchs ergänzt. Das war spannend, weil es bestätigte, dass sich die Prägung auf die Knospen, also auf die „junge Generation“ besonders stark auswirkt.

Bei lebhaften Gesprächen um das Sein, Zukunft und Vergangenheiten sowie Prägungen genossen wir im Anschluss alle die Sonne, und das herbstliche Licht.

Nach einer Weile brachen wir wieder auf und stiegen zum Julesee herab – und nahmen die Pilze wahr, die am Wegesrand wuchsen, wie auch die unterschiedlichen Bäume, Libellen, die noch munter herumschwirrten aber auch das stehen gelassene Totholz, welches vor den alten Erdschichten von teilweise vor über 10 tsd. Jahren stand und bizarre Gebilde darstellte

Am Ende des Julesees an der Bank beschlossen wir die Runde noch mit dem Irischen Segen, den Susan für uns kopiert hatte. In anschließenden Gesprächen ergab sich, dass einige der Teilnehmer einen musikalischen Hintergrund haben und eine Teilnehmerin eine Kiste mit Rhythmusinstrumenten hat. Hieraus ergab sich die Idee eines Rhythmus-Workshops oder eines Rhythmus-Treffens.

Wir werden hierzu nach Schleswig eingeladen und sollten das auf jeden Fall einmal umsetzen.

Vielen Dank an alle Teilnehmer, die so einen tollen Spaziergang erst möglich machen: Ute, Christa, Sandra, Marianne, Bernd und Edith von Susan und Jessika

Fotos: Jessika Boenigk