Awareness-Plakat
27.05.2026
Gemeinsam mit der Steuerungsgruppe Schutzkonzept der Kirchengemeinde Haddeby haben wir ein Awareness-Plakat entwickelt, das für alle Mitarbeitende und Nutzer*innen von Angeboten sichtbar veröffentlicht und ausgehängt werden kann.
Liebe Leitungsverantwortliche und Interessierte,
im Rahmen der Entwicklung von Schutzkonzepten geht es neben präventiven Maßnahmen und Intervention auch darum, dass für Betroffene öffentlich bekannt gemacht wird, an wen man sich wenden kann.
Dazu haben wir ein Awareness-Plakat zusammen mit der Steuerungsgruppe Schutzkonzept der Kirchengemeinde Haddeby entwickelt, das für alle Mitarbeitende und Nutzer*innen von Angeboten sichtbar veröffentlicht und ausgehängt werden kann.
Einige gedruckte Plakate werden an die Kirchengemeinden und Dienste und Werke verteilt oder sind vielleicht schon vor Ort angekommen. Betroffene sollen bestärkt werden, sich Hilfe zu holen. Sie sollen nicht allein mit einem schlechten Gefühl aufgrund von Grenzverletzungen oder gar Gewalt bleiben.
Mit dem Plakat wird deutlich, dass hier alle möglichen Formen von Grenzverletzungen, Diskriminierung bis hin zu Gewalt aufgenommen sind. Diese ganzheitliche Achtsamkeit ist gewollt. Betroffene dürfen sich melden, werden gehört und ernst genommen, egal um was es geht.
Hinsichtlich der Zuständigkeit für die Bearbeitung solcher Beschwerden oder Meldungen muss ggf. differenziert und an die zuständigen Stellen weitergeleitet werden.
Bei Fehlverhalten oder verbalen, körperlichen Übergriffen wird geklärt, ob eine Beschwerde oder Meldung auch direkt innerhalb der dienstverantwortlichen Stelle bearbeitet werden kann. Dazu braucht es z. B. ein Beschwerdeverfahren, um die professionelle Bearbeitung sicherzustellen.
Wenn es um (sexualisierte) Grenzverletzungen bis hin zu sexualisierter Gewalt oder um eine Verletzung des Abstinenz- und Abstandsgebots geht, dann greift nach Präventionsgesetz der Nordkirche die Meldepflicht und das geregelte Interventionsverfahren des Kirchenkreises. In der Handreichung Intervention sind die unterschiedlichen Begrifflichkeiten verständlich für alle beschrieben. Sie ist hier zu finden.
Ankündigen möchte ich hier, dass es weitere Vorlagen, wie z. B. einen Handlungsplan bei Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt als Schaubild geben wird.
Zur Erinnerung: Alle bisher veröffentlichten Vorlagen, die Ihr für die Schutzkonzeptentwicklung verwenden dürft, sind im Intranet Kiekin und dort im Wiki abgelegt. Die Vorlagen werden bei Bedarf weiterentwickelt, also immer gerne auf das Erstelldatum achten.
Bei Fragen oder Unterstützungsbedarf dürft Ihr Euch jederzeit gerne an mich wenden.
Eure Präventionsbeauftragte Dipl.-Psych. Gundula Deicke