Andacht zum 17. Oktober 2021 - 20. Sonntag nach Trinitatis -Kinderweltgebetstag-

Liebe Leserinnen und Leser,

am Sonntag haben wir den Abschlussgottesdienst der Kinderbibeltage in der Pauluskirche gefeiert. An 2 Nachmittagen fanden die diesjährigen Kinderbibeltage für unsere Kirchenregion statt, zu der die Friedenskirche Weiche, die St. Nikolaigemeinde am Südermarkt und die Paulusgemeinde gehören.

Unser Thema war: Gemeinsam sind wir stark! Gemeinsam müssen wir keine Angst haben.

Dazu haben wir den Kindern 2 Geschichten erzählt.

Die erste handelt von einem kleinen mutigen Fisch namens Swimmy, der eine sehr gute Idee hat, wie er den anderen kleinen Fischen helfen kann. Sie haben nämlich so große Angst vor den großen Fischen, weil diese sie fressen wollen, sodass sie sich immer nur verstecken.  Gemeinsam bilden sie einen Schwarm, der die Form eines großen Fisches hat, sodass die anderen Fische denken, es ist ein Fisch. Vor diesem Fisch nehmen sie reißaus, sodass der Schwarm im Meer auf Entdeckungsreise gehen und viel Neues erkunden kann.

 

Mit den Kindern haben wir anschließend besprochen, wie gut es ist, wenn wir zusammenhalten, wenn wir einander helfen und uns gegenseitig Mut machen, denn dann können wir eine Menge gemeinsam schaffen.

 

Die zweite Geschichte war die Geschichte von der Sturmstillung.

Jesus hatte einen langen Tag hinter sich. Am Abend wollte er mit seinen Jüngern in einem Boot ans andere Ufer des Sees fahren. Jesus legte sich hinten im Boot schlafen, während die Jünger das Boot ruderten. Doch dann kam ein Sturm auf. Sie versuchten, das Boot hinüberzubekommen, doch irgendwann war der Sturm so stark, dass schon das Wasser hineinschwappte. Sie hatten solche Angst, dass sie Jesus weckten und riefen: „Jesus, hilf uns! Wir gehen unter!“

Da stand Jesus auf, sagte zum Meer: „Schweig still!“ Da legte sich der Sturm und es wurde ganz still.

„Warum habt ihr solche Angst?“ fragte Jesus sie. „Habt ihr kein Vertrauen zu mir?“

Da bekamen sie große Angst und fragten sich, wer Jesus nur sei, dass ihm sogar Wind und Wellen gehorchten. (Markus 4)

 

Diese Geschichte haben die Jünger bestimmt ihr Leben lang nicht vergessen!

Und sie passt zu unserem Thema, denn gemeinsam haben die Jünger versucht, das Boot zu retten. Sie haben sich gegenseitig Mut gemacht und in ihrer Angst Jesus um Hilfe gebeten. Mit Jesu Hilfe wurden sie tatsächlich gerettet, und sie merkten, dass sie ihm vertrauen konnten. Sie waren froh, so einen starken Freund an der Seite zu haben.

Ja, Gott ist auch heute noch bei uns! Jede und jeder von uns ist ihm ganz wichtig. Ihm können wir vertrauen, was auch kommt im Leben. Und das ist wunderbar!

 

Wir haben auch Lieder gemeinsam gesungen, und eins ist dieses:

Halte zu mir, guter Gott, heut den ganzen Tag.

Halt die Hände über mich, was auch kommen mag.

Halte zu mir, guter Gott, heut den ganzen Tag.

Halt die Hände über mich, was auch kommen mag.

 

Du bist jederzeit bei mir, wo ich geh und steh,

spür ich, wenn ich leise bin, dich in meiner Näh.

Halte zu mir, guter Gott, heut den ganzen Tag.

Halt die Hände über mich, was auch kommen mag.

 

Gibt es Ärger oder Streit und noch mehr Verdruss,

weiß ich doch, du bist nicht weit, wenn ich weinen muss.

Halte zu mir, guter Gott, heut den ganzen Tag.

Halt die Hände über mich, was auch kommen mag.

 

Meine Freude, meinen Dank, alles sag ich dir.

Du hältst zu mir, guter Gott, spür ich tief in mir.

Halte zu mir, guter Gott, heut den ganzen Tag.

Halt die Hände über mich, was auch kommen mag.

Ich wünsche Ihnen und Euch ganz viel Segen auch in dieser Woche!

Bleiben Sie/bleibt behütet!

Herzliche Grüße auch von meine Kollegin Pastorin Schulze-Kösterke,

Ihre/Eure Pastorin Heike Baran

 

 

 

 

 

Andachten für Zuhause

Gebet (gleicher Text an jedem Tag – eine*r betet für sich oder alle, die in Wohnung/Haus sind beten gemeinsam laut)

Gott. Ich bin hier. Und Du bist hier. Ich bete zu Dir. Und weiß: Ich bin verbunden. Mit Dir. Mit anderen, die zu Dir beten. Genau jetzt. Ich bin hier. Und Du bist hier. Das genügt. Und ich bringe Dir alles, was ist.

Stille

Höre auf mein/unser Gebet. Amen

Weitere Ideen:

Bibeltext des Tages Lied des Tages oder ein anderes vertrautes Lied (Text lesen oder in Hausgemeinschaft miteinander singen) Eventuell Verkündigungsimpuls (Text lesen oder eine*r in der Hausgemeinschaft liest vor)

· Vertiefung, passend zum Tag: Impuls zum Weitertragen in die Welt (z.B.: Hoffnungssteine bemalen und „aussetzen“ (#ostersteine), siehe u.a. hier: https://www.kirche-hamburg.de/nachrichten/details/ostersteine-zeichen-der-hoffnung.html ) (Emilia Handke, Kirche im Dialog – Nordkirche) oder Botschaften gegen die Furcht schreiben / malen (#mutinfarbe) und in der Welt aufhängen, siehe u.a. hier: https://sebastiants.de/mut-fuer-die-fastenzeit)

· Fürbitten:

Gott. Wir sind verbunden. Als Menschen mit Menschen. Als Glaubende miteinander. Als Glaubende und Menschen mit Dir. Wir bringen Dir unsere Gedanken, unser Danken und unser Sorgen. Heute. Stille

Wir denken an alle, die wir lieben. Stille. Wir denken an alle, die in diesen Zeiten noch einsamer sind. Stille. Wir denken an alle Kranken. Und an alle Kranken in Krankenhäusern, die keinen Besuch haben können. Stille. Wir denken an alle, die helfen. Sie setzen sich und ihre Kraft und ihre Gaben ein füreinander. Stille. Gott. Wir sind Deine Menschen. Wir sind miteinander verbunden. Atmen die Luft Deiner Schöpfung. Beten zu Dir in allem, was ist. Beten zu Dir mit den Worten, die uns im Herzen wohnen:

·   Vater Unser

·   Segen

Hände öffnen und laut sprechen:

Gott segne uns und behüte uns.

Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.

Gott erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden. Amen

(Elisabeth Rabe-Winnen, Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik Michaeliskloster, Hildesheim)