Unsere Kirchen

  • Wir haben zwei Kirchen in unserer Gemeinde: Die Kirche Großsolt und die St. Johannes Kirche Kleinsolt in Freienwill – warum die Kleinsolter Kirche in Freienwill steht, lesen Sie zwei Punkte weiter unten.
  • Die Kirchen sind sehr alt. 1999 feierten sie ihren 800. Geburtstag. Sie wurden vom Bistum Lund im Rahmen eines Bauprogrammes errichtet, das die Landschaft Angeln flächendeckend mit Gotteshäusern versorgen sollte.
  • Die Kirche lag ursprünglich außerhalb der alten Dorfkerne. In Großsolt lag damals am Ufer des Treßsees, der damals allerdings viel größer war. Man vermutet ihn etwa dort, wo heute de schwatte Pahl ist.
  • Der Kleinsolter Dorfkern ist immer noch da, die Kirche steht in einem Ortsteil der erst um sie herum entstanden ist: Freienwill. Der Name kommt übrigens von dem Gasthaus, das gegenüber stand.
  • Die Kirchen wurden auf einen Berg gebaut, sie waren Missionskirchen, und sollten den Sieg des Christentums über die heidnischen Götter symbolisieren.
  • Sie waren die ersten Gebäude aus Stein in unseren Dörfern
  • Beide Kirchen hatten ursprünglich kleine Holztürme (sogenannte Glockenstapel). Der Steinturm von Großsolt stammt aus dem Jahr 1920.
  • Das Großsolter Schiffsmodell ist etwas besonderes! Das Original stammt vermutlich aus dem Jahr 1690, das ist aber im Museum, das Schiff in unserer Kirche ist ein originalgetreuer Nachbau. Beide Modelle wurden von Familie Dethlefsen gestiftet.
  • Der Heilige Johannes ist nicht die einzige Figur aus der Kleinsolter Kirche, die erhalten ist. Ein älterer Johannes und weitere Holzfiguren befinden sich ebenfalls im Museum in Flensburg
  • Ursprünglich hatten die Kirche zwei Eingänge, einen im Norden für die Frauen, und eine im Süden für die Männer. Der Vorbau im Süden (heutiger Eingang) nennt sich bis heute „Waffenkammer“ weil man eine Kirche nur unbewaffnet betreten durfte. Heute werden dort allerdings nur Regenschirme abgegeben.
  • Die Großsolter Kirche hat moderne Kunst an ihren Wänden. Sie stammt von Uwe Michelsen aus Freienwill
  • Die Kleinsolter Kirche hat noch Erinnerungen an die vor-reformatorische Zeit bewahrt. Ein Tabernakel, also ein Ort an dem Brot und Wein nach dem Abendmahl verwahrt wurden, ist noch vorhanden. Es ist in typisch romanischer Weise als vergitterte Mauernische ausgeführt. Auch der Haken für das ewige Licht ist noch da.
  • Dazu gehört auch ein kleines Glöckchen mit Seilzug auf der gegenüberliegenden Seite vom Altarraum. Das ist eine Meßglocke gewesen, die zur Wandlung geläutet wurde.
  • Beide Kirchen haben spätere Emporen mit einer Armenbibel, also gemalten Bildern, die biblische Geschichten darstellen.
  • Die Taufsteine sind sehr alt, in der Großsolter Kirche ist er mit den Symbolen der vier Evangelisten (Adler, Stier, Löwe, Mensch)  und den Heiligen Petrus und Paulus verziert.
  • In Kollerup steht unsere mobile Glocke. Auf einem Hänger kann sie überall hin gebracht werden, wo wir Gottesdienste feiern, gerne auch unter dem offenen Himmel. Manchmal verleihen wir sie auch an Gemeinden, deren Türme oder Glocken repariert werden müssen.