Die Arbeit der Jugendgruppe KIKUYU

KIKUYU ist der Name der Jugendgruppe der Förderegion im Kirchenkreis Angeln, zu der die Kirchengemeinden Munkbrarup, Grundhof und Glücksburg gehören. Mittlerweile treffen sich über 70 Jugendliche regelmäßig jeden Freitag um 18.30 Uhr im Propst-Torp-Haus in Glücksburg. Unter der Jugendarbeit von KIKUYU versteht man eine ganzheitliche Form christlicher Jugendarbeit, die sich sehr stark den Fragen und Themen der gegenwärtigen Jugendkultur öffnet und diese in Beziehung setzt zu den Aussagen des christlichen Glaubens. Ferner gilt es, die Jugendlichen zu einem selbständigen und selbstverantworteten Engagement innerhalb einer großen Gemeinschaft von Menschen anzuleiten. Die Jugendgruppe orientiert sich an dem jugendmissionarischen Konzept der Teenager-Singing-Bewegung des weltweiten CVJM.

Daher spielt das selbständige Arbeiten in unterschiedlichen Workshops eine große Rolle. Zu diesen Workshops, die sich in unterschiedlichen Abständen treffen, gehören unter anderem die Bereiche Chor, Band, Solo, Tanz, Theater, Licht- und Tontechnik, Segeln, Internet, der Workshop „Kreative Verkündigung“, ein Jugendcafe, ein eigenes Jugend-Cafe, Jugendseminare und Kinder- und Jugenderholungsmaßnahmen. Gemeinsam entwickeln die Jugendlichen im Laufe eines Jahres ein eigenes Programm, bestehend aus unterschiedlichen Segmenten aus den Bereichen Chor, Solo, Band, Tanz und Theater – ein Programm, mit dem sie sich dann auch im In- und Ausland der Öffentlichkeit präsentieren.

 

 

Woher kommt der etwas merkwürdige Name?

Kikuyu ist nicht nur ein afrikanischer Volksstamm, sondern auch der Name eines kleinen Ortes im Westen von Nairobi in Kenia etwa 20 km von Kenias Wirtschaftszentrum entfernt. Kikuyu ist Sitz des berühmten Kikuyu Eye Hospital. Seine Augenabteilung dient als Referenz- und Ausbildungszentrum für ganz Ostafrika. Hier werden nicht nur Augenoperationen aller Art ausgeführt, sondern auch Fachärzte für Augenerkrankungen, augenmedizinisches Personal und Optiker ausgebildet.

Das Kikuyu Eye Hospital wird seit vielen Jahren von der CBM, der Christoffel-Blindenmission in Bensheim, finanziell und personell gefördert. Die CBM, eines der größten freien Spendenwerke in Deutschland, setzt sich überall auf der Welt als Fachorganisation für Menschen mit Behinderungen ein. Dazu nimmt sie auf gesellschaftlicher und politischer Ebene Einfluss, um eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen für die vielen Millionen blinden und anders behinderten Menschen in den Ländern des globalen Südens zu erreichen.

Wer aufmerksam am kirchlichen Leben der Kirchengemeinde Glücksburg Anteil nimmt, erinnert sich vielleicht an den bewegenden Besuch von Henry Wanyoike, dem schnellsten blinden Marathonläufer der Welt in Glücksburg. In Zusammenarbeit mit der CBM begrüßten wir ihn als Überraschungsgast auf unserer Konfirmation im Jahre 2006. Jeder von den Konfirmanden erhielt damals ein handsigniertes Exemplar seines Buches „Mein langer Lauf ins Licht“. Darin erzählt Henry Wanyoike, wie ihm der Glaube an Jesus Christus half, nach seiner Erblindung nicht aufzugeben, sondern sich nach einer tiefen Depression seinem Leben mit neuem Mut und neuer Zuversicht wieder zuzuwenden.

So wurde er der schnellste blinde Marathonläufer der Welt. Hunderttausende jubelten ihm im Olympiastadion von Sydney und Athen oder beim Marathon in unterschiedlichen Weltmetropolen zu. Er selbst wurde Hoffnung  und Vorbild für unzählige Menschen weltweit.

Wanyoike wurde 1974 in der kleinen Stadt Kikuyu geboren und im Kikuyu Eye Hospital, von der CBM seit Jahren intensiv gefördert, fand er die medizinische Hilfe, um seinen Weg zurück ins Leben zu finden. Seit Jahren reist er als Botschafter für die Arbeit der CBM durch die Welt. In Erinnerung an die bewegende Begegnung mit Henry Wanyoike und in Verbundenheit mit der humanitären Arbeit der CBM in der kleinen Stadt Kikuyu und weltweit gaben die Jugendlichen sich damals bei ihrer Gründung – einige Wochen nach der Konfirmation – den Namen „Kikuyu“. Mit ihren selbst erwirtschafteten Mitteln unterstützen sie die Arbeit der Christoffel-Blindenmission in Kenia und weltweit.

Theaterstücke:

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