Ev.-Luth. Kirchengemeinde Hürup-Rüllschau

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Die mitten im Dorf Hürup gelegene Marienkirche entstand zu Anfang des 13. Jh. zugleich mit der Nachbarkirche in Rüllschau wohl zunächst als Filialkapelle der Kirche in Husby. Der spätromanische Backsteinbau besteht aus einem kurzen Saalschiff und einem eingezogenen Rechteckchor, an den sich vielleicht ursprünglich eine nicht mehr nachweisbare Halbkreisapsis anschloss. Der heutige dreiseitige Chorschluß aus gelben Backsteinen mit Zierbändern unter der Dachtraufe wurde im 15. Jh. angefügt. Die Nordwand von Schiff und Chor zeigt noch die kleinen romanischen Fenster (Chorfenster später spitzbogig erhöht).

Das vermauerte Nordportal und das Südportal in dem 1892 neugotisch erneuerten Vorhaus sind später verändert worden. An der Südseite des Chores erkennt man Reste eines spätromanischen Frieses aus sich kreuzenden Rundbögen. Die großen flachbogigen Südfenster sind wohl zugleich mit dem spätgotischen Chorschluss hergestellt. Im frühen 16. Jh. erweiterte man die Kirche in voller Breite durch einen querrechteckigen Turm, dessen Erdgeschoss der Vergrößerung des Schiffs dient. Fenster und Schallöffnungen im roten Backsteinmauerwerk des Turmschaftes sind flachbogig; den vierseitigen schindelgedeckten Helm krönt eine offene Laterne mit schlanker Spitze.

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