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Flensburg macht sich gerade - Männer, zeigt Haltung gegen Gewalt an Frauen!

07.04.2026

Demonstration mit Kundgebung am 11.04. um 16 Uhr auf dem Südermarkt in Flensburg

Der Fall von Collien Fernandes zeigt einmal mehr, dass es längst an der Zeit ist, patriarchale Gesellschaftsstrukturen zu überwinden. Frauen* dürfen nicht länger Gegenstand jeglicher Art von Gewalt durch männliche Macht sein; und die Täter-Opfer-Umkehr in diesem Zusammenhang muss unbedingt angeklagt werden. Männer in Flensburg (und andernorts): Zeigt Haltung gegen diese unerträglichen Missstände! Lasst uns das nicht weiter durch Schweigen und Unsichtbarkeit mittragen, sondern gemeinsam ein Zeichen setzen: Flensburg macht sich gerade!

Sascha Willecke, selbstständiger Handwerker aus dem Raum Flensburg und Pastor Lars Wüstefeld aus dem Kirchenkreis Schleswig-Flensburg organisieren diese Kundgebung mit Unterstützung von Stadtpastor Johannes Ahrens, um öffentlich darauf aufmerksam zu machen, dass explizit Männer dringend Verantwortung übernehmen müssen. 

Natürlich ist Gewalt gegen Frauen* ein gesamtgesellschaftliches Problem, aber dennoch sind es stets Männer, die als Aggressoren auftreten und ebenso Männer, die sich zurückziehen hinter eine Haltung von „Ich bin nicht so – ich habe damit nichts zu tun“. Aber genau diese Haltung trägt unserer Ansicht massiv dazu bei, dass Gewalt gegen Frauen* weiterhin tagtäglich mehrfach stattfindet. Wir finden: Es ist höchste Zeit, dass gerade Männer sich aktiv gegen diese Zustände positionieren, und das auf jeder Ebene – im privaten genauso, wie im beruflichen Kontext; zivilgesellschaftlich ebenso, wie politisch. Es genügt nicht, einzelne Taten zu verdammen, aber an dem strukturellen Problem nichts ändern zu wollen.

Vielmehr muss sich grundsätzlich etwas an der Haltung Frauen* gegenüber verändern – insbesondere auch hinsichtlich derer Frauen*, die von Gewalt betroffen sind. Viel zu oft wird verharmlost, viel zu häufig weggesehen, unerträglich ist das Hinterfragen der Wahrhaftigkeit von Zeug*innenaussagen. Wir brauchen eine von Empathie getragene Gesellschaft, die sich bedingungslos auf die Seite der Opfer stellt und zuvorderst bestrebt ist, Missstände und deren Ursachen zu überwinden, anstatt weiterhin stillschweigend hinzunehmen, dass insbesondere patriarchale Strukturen den Rahmen für Gewalt an Frauen* bilden. Männer sind ohne Zweifel ein wertvoller Teil unserer Gesellschaft, aber wir brauchen weder Macker in unserer Mitte, noch solche, die über diese Verhaltensmuster stillschweigend hinwegsehen. 

Wir wollen demonstrieren gegen Gewalt an Frauen* und für eine Gesellschaft, in der diese keinen Nährboden mehr hat. Obschon explizit Männer adressiert sind, ist diese Veranstaltung unbedingt inklusiv gedacht und wir freuen uns über die Beteiligung aller Geschlechter.

Bisher haben als Redner*innen zugesagt: die Feministische Aktion Flensburg (N.N.), das Gleichstellungsbüro der Stadt Flensburg (N.N.), Kianusch Stender MdL, Jan Kürschner MdL, weitere folgen.