Sylvia Schönrock: Von 1.000 auf null
20.02.2026
Wer die Leiterin der Bauabteilung, Sylvia Schönrock, kennt, weiß es: Seit 1.000 Tagen informiert sie ihre Kolleg:innen jeden Tag präzise und zuverlässig, wie viele Arbeitstage sie noch bis zu ihrem Ruhestand hat. Nun ist sie von 1.000 auf null – jedenfalls fast, denn am 27.2.2026 ist es soweit. Sylvia Schönrock geht in den wohlverdienten Ruhestand.
Verabschiedung am letzten Freitag
In der Kirchenkreisverwaltung ist sie bereits am Freitag, 20.2.2026 mit Reden, Sekt und Imbiss entpflichtet und verabschiedet worden. Herzlich dankten sowohl Propst Helgo Jacobs als auch der stellvertretende Verwaltungsleiter Johannes Müller sowie Inga Dörband, die künftig die Bauabteilung leiten wird – alle mit den gleichen Worten: „Sylvia, wir werden Dich vermissen.“
Klare Worte der Bauabteilungsleiterin
Seit 2011 arbeitet Sylvia Schönrock in der Bauabteilung. Damals hieß sie noch Sylvia Fabritz und war Mitarbeiterin des „schönen Johannes“ der sich 2011 im Bewerbungsgespräch zunächst noch gegen sie durchgesetzt hatte. Nach dessen Weggang wurde sie 2013 Leiterin.
So war während der Verabschiedung immer wieder der Begriff „zweite Wahl“ zu hören, den sowohl Propst Jacobs als auch Johannes Müller mit Schmunzeln hervorbrachten. Und Johannes Müller sagte: „In der Abteilungsleiter:innenrunde und an vielen anderen Stellen haben wir inhaltlich gut zusammengearbeitet und wir haben auch oft zusammen gelacht.“ Besonders hob er hervor, dass Sylvia Schönrock stets Architektendeutsch in verständliche Sprache übertragen konnte. Johannes Müller sagte: „Sylvia, wenn du gesagt hast „die Bude ist rottig“, haben das einfach alle verstanden. Danke.“
Sachkompetente Beraterin mit Klarheit und Gefühl
Propst Helgo Jacobs beschrieb Sylvia Schönrock als souveräne, unaufgeregte und fachlich höchst kompetente Mitarbeiterin. Er sagte: „Ich fand es so entlastend, dass Sie da waren. Und das sage ich mit Sicherheit stellvertretend auch für viele andere. Danke für unzählige Planungen, Sachkompetenz, Gespräche, Klarheit und das Gefühl, dass unübersichtlich komplexe Bauprojekte bei Ihnen in guten Händen waren. Ich fühlte mich bei Ihnen immer gut aufgehoben und Sie schenkten mir Trost in aussichtslosen Lagen.“
Inga Dörband wird Nachfolgerin
Ihrer Nachfolgerin Inga Dörband übergab Sylvia Schönrock den ca. 20 cm langen Holznagel als Staffelstab, den sie 2013 von ihrem Vorgänger bekommen hatte. Bevor Sylvia Schönrock mit allen anstieß, erzählte sie, dass sie schon als Kind gerne mit Legosteinen spielte und erforschte, welche Dachkonstruktionen bei Häusern besonders gut halten. Eigentlich wollte sie als Jugendliche Polizistin werden, absolvierte aber dann ein Vermessungsstudium. Architektur studierte sie anschließend berufsbegleitend zu ihrer ersten Stelle auf dem Flughafen.
Als Architektin plante sie dann zuerst für ein städtisches Büro Mehrfamilienhäuser, bevor sie aufs Land nach Erfde umzog, drei Kinder bekam und sich in Erfde beruflich mit Einfamilienhäusern und Kuhställen beschäftigte. Ihre Zusatzstudien Gebäudesanierung und Energieberatung brachten sie nach einem kurzen Ausflug ins Lehramt schließlich zur Kirche.
Ab dem Tag null: Toskana und ein neues Bauprojekt
Sie dankte ihren Kolleg:innen und sagte: „Ihr schmeißt doch hier den Laden. Alles läuft bestens, so dass ich nächste Woche beruhigt und entspannt gehen kann.“ Fünf Tage wird sie nun noch im Büro sein, bevor sie die Null wirklich erreicht hat. Dann bricht sie gemeinsam mit ihrem Mann zu einer längeren Reise in die Toskana auf und plant anschließend das Haus, das ihre Tochter bauen will. „Die wartet dringend auf freie Architekten-Kapazitäten“, sagt Sylvia Schönrock.