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Foto: Michael Haalbeck

Wort zur Woche: "Fürchte dich nicht!?"

01.01.2021

Wort zur Woche von Pröpstin Johanna Lenz-Aude und Propst Helgo Jacobs

Fürchte dich nicht!?
Dieser Ruf des Weihnachtsengels hallt noch nach. Eines der schönsten Worte der Bibel. Passt es aber für einen Ausblick auf ein ungewisses Jahr 2021?

Nach einem Jahr voller Ängste wegen der Corona Pandemie? Auch Weihnachten war betroffen, das Fest der Kontakte mit Gott und der Welt. Diesmal war vielfach Abstand die Devise -auch von den liebsten Menschen. Solche Änderung der Lebensgewohnheiten ist der größte Stress, sagen Forscher. Das Vernunft-Ich sieht das vielleicht ein. Aber das Angst-Ich fürchtet um die Zukunft in vielerlei Hinsicht, auch um den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das zurückliegende Jahr war in viele dunkle, ängstliche Momente getaucht.

Fürchte dich nicht? Mut machen die Lichtblicke: Unzählige, die mithalfen, Gesundheit und Leben zu schützen nach bestem Wissen in ungewisser Situation. Junge und Alte haben tapfer und konsequent Masken getragen, Arbeit und Familie mit Homeoffice und Homeschooling gemeistert, Kontakt gehalten -so gut wie möglich. Einsamkeit ertragen. Durchgehalten an der Kasse im Supermarkt, am Krankenbett. Hände zum Trost gehalten. Einsatz und Disziplin gezeigt im politischen Gremium, im Schulbus, auf der Baustelle, in der Kita. Auch im Forschungslabor: tägliches Ringen um Lichtblicke und Auswege. Lauter Alltagsheldinnen und -helden haben mit großer Selbstverständlichkeit Licht für andere bedeutet. Zeit, „danke!“ zu sagen, immer mal wieder. Denn es gab Verlässlichkeit, die gut tat, in unsicherer Zeit. Solche Rücksicht und Hilfe sind deshalb geeignet als Motto für das vor uns liegende Jahr:

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. (Jahreslosung, Lukas 6,36)

Ein gesegnetes Jahr 2021 wünschen Ihnen
Propst Helgo Jacobs und Pröpstin Johanna Lenz- Aude