Friedhof

Viele Gedanken machen sich Kirchengemeinden über ihre Friedhöfe, die sich selbst finanzieren müssen. Die Gebräuche haben sich geändert, Hinterbliebene wohnen nicht am Begräbnisort, die Grabpflege ist zu aufwendig - manchmal fehlt vermeintlich das Geld. So gibt es immer mehr anonyme Begräbnisse oder auch Urnenbestattungen. Waldfriedhöfe werden favorisiert, ebenso wie Seebestattungen. 


Die 2016 angelegte Rasenurnenanlage im Rondell mit den 3 Eichenbalken aus dem Dachstuhl der Kirche.

Das wird auch am ca 1 ha großen Munkbraruper Friedhof sichtbar. Die Freiflächen mehren sich, aber es entstehen auch neue Angebote. Insgesamt bestehen  868  Gräber, davon  360 Urnengräber und 508 Wahlgräberstätten. Gegenüber vom Pastorat liegen mehrere Gräber von Pastoren ( Strunk, Boosmann, Lorenz und Hans Magaard, Kröger ), die in St. Laurentius gepredigt haben, u.a. Pastor Pastor Hans Magaard, der Vater unseres derzeitigen Bischofs. Gleich daneben ist ein großer Gedenkstein für die anonymen Bestattungen, an den sich die älteste Urnenreihe anschließt. Zur Dorfstraße hin hat Küster Petersen eine Urnenanlage eingerichtet, die nahezu voll belegt ist.

Sucht man die Gräber seiner Vorfahren, gibt es eine grobe Orientierung. An der Friedhofsauffahrt rechts liegen „die Weeser, Oxbüller und Rosgaarder“, links „die Munkbraruper, Rüder und Ulstruper“. Mit „den Holnissern, Bockholmern,  Schausendern, Ringsbergern und Ranmarkern“ zieht sich der Gottesacker durchmischt weiter in den Osten des Kirchengeländes – alles umrahmt von der Kirchhofsmauer.  Diese wird vor allem im Eingangsbereich brüchig und muss in Abstimmung mit dem Denkmalsamt zumindest neu verfugt werden.

Ähnliches steht für das Friedhofshäuschen an, das zunehmend unansehnlich wird. Bestandteile in den Außenmauern lassen darauf schließen, dass es schon eine Vorzeit als Munkbraruper Spritzenhaus hatte. Es ist also erhaltenswert.

Der Kirchengemeinderat beabsichtigt, die Instandsetzungen zügig anzugehen. Eine Erbschaft der Munkbraruper Familie Stappenbeck versetzt uns dazu in die Lage und kommt somit dem ganzen Dorf und der Kirchengemeinde zugute.