Good bye, Christine Matzen
30.03.2026
Seit ziemlich genau 22 Jahren arbeitet Christine Matzen für die Ev. Kirche in Schleswig-Flensburg im Bereich Fundraising und Projekte, zuletzt überwiegend auf dem Kirchberg Neukirchen, der Freizeit- und Seminarstätte des Kirchenkreises. Ab 1. April ist damit Schluss. Sie wird neue Wege gehen.
Seit 2018 hat sie sich hauptsächlich um die Baumaßnahmen und das Fördermittelmanagement für den Kirchberg gekümmert – einem Ort, dem sie sehr verbunden ist. Der Dank und Zuspruch bei der Einweihung des Rosenhauses und des Lindenhauses und der Kommentar einer hessischen Jugendgruppe „Mann, ist das hier bombastisch“ waren besondere Momente für sie. „Aber lieben heißt auch manchmal loslassen“, resümiert Christine Matzen. „Ein solches Projekt ist toll, kostet aber gleichzeitig auch Kraft. Ich habe mich weiterentwickelt und bin bereit für Neues. Was kommt, werde ich sehen.“
2004 mit 10 Stunden Fundraising gestartet
22 Jahre ist es nun her, dass sie voller Tatendrang auf neue kirchliche Projekte gewartet hat. Damals war der Kirchenkreis Angeln ihr Arbeitgeber, Propst Gerhard Ulrich ihr Chef. Ihr Büro war im Alten Pastorat auf dem Kirchberg. 2004 sprach der damalige Gemeindeentwickler Pastor Dietrich Waack sie an, ob sie sich zunächst mit 10 Wochenstunden ums Fundraising kümmern wolle. „Für mich war das optimal“, erzählte Christine Matzen, „unsere jüngste Tochter war da gerade mal drei und ich konnte schon damals zeitweise zuhause arbeiten.“
22 Jahre mit vielen Projekt-Highlights
Viele Projekte hat Christine Matzen während der 22 Jahre auf die Bahn geschoben: Beispielsweise gleich 2004 ein Konzept zur Mitgliederbindung und Spendenwerbung kirchenkreisübergreifend zusammen mit Flensburg. „Kirchenkreisübergreifend zu arbeiten, war damals eine kleine Sensation. Heute ist es Normalität“, erzählt sie schmunzelnd.
Es folgte ein Ernte-Dank Ball für Ehrenamtliche im Jahr 2005, an den sie sich heute noch besonders erinnert. „Mittags rief mich Propst Ulrich an, er könne nicht rechtzeitig da sein“, berichtet Matzen. „So durfte ich mit der Begrüßung der knapp 300 Gäste beginnen, das fand ich damals ganz schön aufregend.“
Besonders erinnert sie sich auch an die Projekte „Stall und Kanzel“ und „vun de Meesters un de Preesters“, bei denen Landwirt:innen bzw. Handwerker:innen für einen Tag bei der Kirche mitgearbeitet und Pastor:innen im Gegenzug im Stall und im Handwerksbetrieb assistiert haben. „Solche Projekte öffnen die gegenseitigen Welten und schaffen Verständnis füreinander“, so Matzen, die zeitweise auch Mitglied der Kirchenkreis-Synode, des Finanzausschusses und eines nordelbischen Kirchenleitungsausschusses war.
Verleihung des Fundraisingpreises 2012
Weitere Höhepunkte: Der Fundraisingpreis der Nordkirche für ihre Fundraising-Konzeption und ein Seminar zur Kirchenumnutzung in der Akademie Sankelmark gemeinsam mit Pastor Ingo Gutzmann im Jahr 2019.
Würdigung bei der Verabschiedung aus dem Regionalzentrumsteam
Bei der Verabschiedung aus dem Regionalzentrums-Team sagte Pastorin Birgit Lunde: „Christine Matzen kennt sich im Kirchenkreis aus wie wenige andere, denn sie hat ihn maßgeblich mitgestaltet. Wir werden sie vermissen. Gut, dass sie weiter in Angeln wohnt und wir in Verbindung bleiben können.“