Kirchengemeinde Adelby-Engelsby feiert ihre Fusion
11.01.2026
In einem fröhlichen Gottesdienst hat die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Adelby-Engelsby am Sonntag, 11.1.2026 ihre Fusion in der Adelbyer Kirche gefeiert – und im Anschluss mit (alkoholfreiem) Sekt begossen, dass Adelby-Engelsby am 1.1.2026 eine Gemeinde geworden ist.
Während des Gottesdienstes sind die Kirchengemeinderäte, die bis 31.12.2025 die Kirchengemeinde Adelby und die Kirchengemeinde Engelsby geleitet hatten, als gemeinsamer Kirchengemeinderat für Adelby-Engelsby eingeführt worden. Das Fest, das ab mittags in Engelsby geplant war, hat die Kirchengemeinde wegen Schnee, Kälte und Glatteis auf den Sommer verschoben.
Jahreslosung 2026: "Siehe, ich mache alles neu"
In ihrer Begrüßung bezog sich Pastorin May-Britt Johannsen auf die Jahreslosung für 2026 „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu“. Dies sei passend für eine neue Kirchengemeinde, wenngleich gar nicht alles neu gemacht werden müsse, weil auch die Geschichte der Kirchengemeinden dazugehöre und sich weiterentwickeln würde. „Dabei wissen wir, dass der Segen Gottes über unserer Gemeinde liegt“, so Johannsen.
Biblisches Gleichnis von der Speisung der 5.000 und dessen aktuelle Bedeutung
In ihrer Predigt ging Pastorin Friederike Magaard auf das biblische Gleichnis von den zwei Fischen und fünf Broten ein, die mehr als 5.000 Menschen satt gemacht haben. Eindrücklich erzählte sie von der Begebenheit, dass vor zwei Jahren während des Konfi-unterrichtes eine hilfsbedürftige Person auf der Durchreise an die Tür klopfte und sie zuerst nicht wusste, wie sie gerade jetzt helfen kann – und plötzlich ergab sich so Vieles: Die Konfies brachten gebackene Waffeln, der Bibelgesprächskreis lud zum Aufwärmen und dabei sein ein, jemand übergab eine Brotdose mit Inhalt, eine andere steckte der Person ein bisschen Geld zu und auch eine Möglichkeit zum Übernachten fand sich.
Friederike Magaard sagte: „Fünf Brote und zwei Fische in der biblischen Geschichte. Bei uns waren das zwei Waffeln. Ein Schlüssel. Brot und Apfel. Ein Platz mit am Tisch. Die Konfis, der Bibelgesprächskreis, unterschiedliche Leute aus Adelby und Engelsby. Wir haben an diesem Abend nicht 5000 Menschen satt gemacht. Aber einer hat Stärkung bekommen für Leib und Seele und ein Bett für die Nacht. Und mich bewegt das heute noch. Denn dieser Nachmittag und Abend haben mir so deutlich gezeigt: Es ist immer mehr da, als was ich selbst zu bieten habe. Und es ist so viel mehr da, als das, was zu sehen ist.“
Salz der Erde für die Menschen in den Flensburger Stadtteilen
Und später sagte sie: „5.000 Menschen – so viele ungefähr sind wir hier in Adelby und in Engelsby. Und wir legen ja schon länger zusammen, was wir in unseren Taschen haben.“ Sie dankte zahlreichen Gruppen, den ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter:innen, dem Kita-Team, den Chören und vielen vor und hinter den Kulissen für ihr Tun. Sie sagte: „Es geht ja eigentlich nicht darum, welche Struktur wir haben, sondern wie wir hier Salz der Erde und Licht der Welt sein können. Für Adelby und Engelsby. Für die Menschen unserer Kirchengemeinde und die Menschen, zwischen denen wir wohnen.“
Glückwünsche und Dank an Wegbegleiter:innen
Dank gab es auch während der Grußworte. So dankten die Pastor:innen Friederike Magaard und Philipp Reinfeld zahlreichen Menschen, die die Fusion begleitet und vorangebracht haben: Von Pröpstin Rebecca Lenz über die früheren Pastor:innen, dem Regio-Ausschuss, der Kirchenkreisverwaltung bis hin zum Gemeindemanager Henry Nissen und dem Interims-Vorsitzenden Hendrik Meyer und dem Kirchengemeinderatsvorsitzenden Sven Landschoof. Zum Abschluss sagte Pastor Philipp Reinfeld: „Heute sackt unsere Fusion vom Papier in mein Bewusstsein. Ich bin wirklich froh, hier Pastor sein zu dürfen. Danke.“
Propst Helgo Jacobs überbrachte schriftlich Glückwünsche und die Vorsitzende der Nachbargemeinde St. Johannis gratulierte persönlich – Geschenktüte inklusive. Zu den Grußwortredner:innen gehörte auch das frühere Regio-Ausschuss-Mitglied Waltraut Grimm, die die Fusion mit einer Hochzeit verglich und Poltergeschirr dabei hatte. Sie endete mit dem Satz: „Die Braut darf nun geküsst werden.“
Vorsitzender und stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderates gewählt
Nach dem Empfang trat der Kirchengemeinderat der neuen Kirchengemeinde direkt zusammen. Er wählte Pastor Philipp Reinfeld zum Vorsitzenden des Gremiums und die pensionierte Religionslehrerin Kristina Kreuzhof zu dessen Stellvertreterin.