St. Nikolai zu Flensburg: Volle Hütte zur Eröffnung
22.06.2026
Nach mehr als zweijähriger Bauzeit und siebenmonatiger Schließzeit hat die Flensburger Kirchengemeinde St. Nikolai am Sonntag, 21.6.2026 die Türen zu ihrer sanierten Kirche am Südermarkt wieder geöffnet.
Dabei waren mehr als 500 Gäste. Die Kirchengemeinde hat sie mit einem frischen Holundergetränk mit Eis und Minze im überfüllten Pastoratsgarten empfangen, wo Pastor Dr. Marcus Friedrich und Stadtpastor Johannes Ahrens den ersten Teil der Veranstaltung mit einem fröhlichen „zum Wohl“ einleiteten.
Chormusik im Pastoratsgarten
Zu hören waren im Pastoratsgarten die Chöre von St. Nikolai zu Flensburg und Eckernförde, die Jugendkantorei sowie der Kinder- und der Minichor von St. Nikolai, bevor Chöre und Gäste gemeinsam in die St. Nikolai-Kirche wechselten. Die Kinder waren eingeladen, im Pastoratsgarten zu bleiben und dort mit Karsten Wiesel und Henriette Langholz von der Claystation kleine Ziegel aus regionalem Ton zu fertigen.
St. Nikolai-Kirche in neuem Glanz
Mit viel Musik von Klassik bis Pop, gregorianischem Gesang und Worten feierten Beteiligte und Gäste in der St. Nikolai-Kirche das neue Lichtkonzept, die frische Farbe, die sanierten Säulen und die restaurierten Sakralgegenstände und Gemälde. Sie lassen den Innenraum im Hauptschiff und einem der beiden Seitenschiffe neu und strahlend erscheinen. Die Restaurierung des zweiten Seitenschiffes ist noch geplant, ein Antrag auf Bundeskulturmittel soll erneut gestellt werden. Pastor Dr. Friedrich sagt: „Ich bin froh, dass die St. Nikolai-Kirche nach der Sanierung nun wieder täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet ist. Hierhin kommen Menschen zum Singen und Beten, zum Trauern und Freuen und zum Stille sein in Gottes Angesicht.“
Viele Beteiligte machen Sanierung gemeinsam möglich
Pastor Dr. Marcus Friedrich und Ulrike Otter (zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderates) würdigten den Einsatz der zahlreichen Beteiligten mit Worten und Geschenk. „Es geht nicht ohne das Engagement Vieler in unterschiedlichsten Funktionen – und es geht nicht ohne Liebe“, sagte Pastor Dr. Marcus Friedrich.
Beteiligt und mit Herz dabei waren Maler:innen, Tischler:innen, Metallbauer:innen, Gerüstbauer:innen, Lichtkonzept-Expert:innen, Architekt:innen, Fachingenieure und Restaurator:innen genauso wie der Verein „zwölf Säulen“, der Spenden sammelte.
Finanziell maßgeblich beigetragen haben der Ev.-Luth. Kirchenkreis Schleswig-Flensburg, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sowie die Kulturmittel des Bundes, für die sich die Politiker Robert Habeck und Stefan Seidler maßgeblich eingesetzt hatten.
Der Gemeindepastor dankte ausdrücklich dem früheren Flensburger Denkmalpfleger und jetzigem Regionalverantwortlichen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Eiko Wentzel. Er hatte sich dafür eingesetzt, dass nicht nur die Orgel, sondern auch St. Nikolai selbst ein Denkmal nationaler Bedeutung wird und so einfacher Bundesmittel erhalten kann. Sein ganz besonderer Dank galt den beiden Dreh- und Angelpersonen des Großprojektes, dem Architekten und Baubeauftragten Axel Gülstorff aus dem Kirchengemeinderat und dem Küster Arne Tomberger, den die Gemeinde mit nicht endendem Applaus bestätigte.