Wer sagt, dass die Zukunft schlecht wird? Medizinisch-theologisches Kolloquium blickt auf Hoffnungspotentiale

06.08.2026

Prof. Dr. Klaas Huizing von der Uni Würzburg und Dr. Sebastian Rudolf von den Helios-Fachkliniken referieren beim 38. Medizinisch Theologisches Kolloquium zu der Frage, wie Menschen mit zuversichtlichem Blick nach vorne schauen können.

Unter dem Titel Wer sagt, dass die Zukunft schlecht wird? Hoffnungspotentiale aus Medizin und Theologie laden der Ev.-Luth. Kirchenkreis Schleswig-Flensburg mit dem Helios Klinikum Schleswig und der Evangelischen Akademie der Nordkirche am Mittwoch, 9. September 2026, 17.00 Uhr - 20.00 Uhr ins Helios Klinikum Schleswig, St. Jürgener Straße 1, Schleswig ein.

Zuversicht als Haltung hilft heilen

Entspricht die Wahrnehmung einer Dauerkrise in unserer Gegenwart, der wir unweigerlich ausgeliefert sind, eigentlich den Tatsachen? Medizin und Psychologie zeigen, wie positive Zukunftserwartungen Therapieerfolge beeinflussen, Stressregulation modulieren und Resilienz fördern. Welche Mechanismen wirken hier – und wie können sie aktiviert werden?  Dr. Sebastian Rudolf, Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychosomatische Medizin, Helios Fachklinik Schleswig, geht in dem ersten Vortrag der Frage nach, wie jeder Mensch selbst etwas dafür tun kann, dass eine zuversichtliche Haltung das eigene Leben bestimmt.

Hoffnung eröffnet Horizonte

In einem zweiten Teil legt Prof. Dr. Klaas Huizing, Uni Würzburg dar, welche theologische Grundlinien ein Daseinsvertrauen fördern können. Er stellt Elemente seiner „Theologie für das 21. Jahrhundert“ vor, in denen die Theologie zu einer Haltung der Hoffnung beitragen kann, die nicht blind vertröstet, sondern einen weiteren Horizont eröffnet.

Podiumsdiskussion mit Prof. Klaas Huizing, Dr. Sebastian Rudolf, Propst Helgo Jacobs und Inke Asmussen

Beim anschließenden Gespräch, das Maike Lauter-Pohl von der Ev. Akademie der Nordkirche moderiert, kommen die beiden Referenten ins Gespräch. Auf dem Podium diskutieren auch Inke Asmussen, Helios Klinik und Propst Helgo Jacobs, Ev.-Luth. Kirchenkreis Schleswig-Flensburg mit - und auch die Gäste können sich einbringen. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Neuer Trägerkreis für das Medizinisch-Theologische Kolloquium

Nachdem in den letzten Jahren in der Reihe des Medizinisch Theologisches Kolloquiums gemeinsam mit der Helios Klinik die kirchliche Seite neben der Evangelischen Akademie der Nordkirche von der Bischofskanzlei Schleswig und Holstein vertreten wurde, ist jetzt neu der Ev.-Luth. Kirchenkreis Schleswig-Flensburg mit verantwortlich.