Energiekostenhilfe für Flensburger*innen: Stadtwerke spenden 500.000 Euro an das Diakonische Werk

13.11.2022

Immer mehr Menschen steht das Wasser bis zum Hals: Wegen der Inflation und der stark gestiegenen Energiekosten wissen sie nicht, wie sie durch den Monat kommen sollen. Neben den staatlichen Entlastungspaketen hilft Flensburgern der Härtefallfond im Diakonischen Werk - auch dank einer Großspende der Stadtwerke.

Denn: Am 10.11.2022 haben die Flensburger Stadtwerke 500.000 Euro an den Härtefallfond des Diakonischen Werkes gespendet. Dieser gibt das Geld an Menschen weiter, die ihre Energierechnung nicht bezahlen können.

Den Härtefallfond hat das Diakonische Werk in diesem Jahr neu eingerichtet, um Menschen mit Strom- und Energieschulden zu helfen. Er ist also quasi eine Art „kleine Schwester“ des Bürgerfonds. Beide Fonds werden vom Diakonischen Werk verwaltet. Zugriff haben alle Beratungseinrichtungen in Flensburg – von den Schuldnerberatungen über Schutzengel, Frauennotruf bis hin zum Haus der Familie.

Birgit Lunde sagt: „Wir danken den Stadtwerken herzlich für diese Summe und geben es ab sofort an alle weiter, die in Not sind. Bitte haben Sie keine falsche Scham und melden Sie sich.“

Dr. Dirk Wernicke, Geschäftsführer der Stadtwerke, erklärt den Hintergrund und woher das Geld kommt: „Als Energieversorger müssen wir unsere Preise so kalkulieren, dass wir keine Verluste schreiben und sind gezwungen, die gestiegenen Beschaffungskosten weiterzugeben. Uns ist bewusst, dass dies für alle Haushalte eine enorme Belastung darstellt. Um insbesondere diejenigen zu unterstützen, bei denen die Belastung aus den hohen Energiekosten besonders schwer tragbar ist, spenden wir 500.000 Euro an den Härtefallfonds für unsere Flensburger Kunden. Wir sind als Stadtwerke Flensburg bisher gut durch die turbulente Situation am Energiemarkt gekommen, so dass wir in der Lage sind, diese Spende zu leisten.“

Der Fonds soll unmittelbar bevorstehende Strom- oder Fernwärmesperren möglichst verhindern oder bestehende beseitigen. Energiesperren stehen in der Regel „unmittelbar bevor“, wenn eine dritte Mahnung mit Androhung der Sperre vorliegt. In 2021 gab es rund 1.000 Sperrungen und für 2022 zeichnet sich bisher das gleiche Bild ab. Die Stadtwerke-Spende soll dabei helfen, Sperrungen möglichst im Ansatz zu vermeiden.