Informationen zur Friedhofssatzung und Friedhofsgebührenordnung

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--> Friedhofssatzung

--> Friedhofsgebührenordnung

 

 

 

Medelby lebt auf dem Friedhof eine eigene Philosophie

Friedhof ist nicht nur ein Ort für Tod und Trauer. Er steckt auch voller Leben.

Liebe Nutzungsberechtigte, wir laden Sie herzlich ein mit Ihrer Grabgestaltung unsere Philosophie auf dem Friedhof mit Leben zu füllen. Gemeinsam haben wir die Chance, diesen Ort zu einem Raum des Lebens zu machen. Tragen auch Sie mit einer nachhaltigen, ökologischen und natürlichen Gestaltung Ihrer Grab- und Urnenanlage dazu bei, dass sich die Natur entfalten kann. So schaffen wir eine Anlage, die wie ein Naturlehrpfad zu jeder Jahreszeit etwas zu entdecken bietet und ein Zentrum der Begegnung in unserem Kirchspiel darstellen kann.

 

Informationen zu einer ökologisch orientierten Grabbepflanzung und Grabpflege und zum sparsamen Gießwasserverbrauch auf unserem Friedhof

Eine umweltfreundliche Grabgestaltung liegt im Trend und ist in Hinblick auf Klimawandel und Ressourcenschonung dringend notwendig. Die Gestaltung der Gräber hat großen Einfluss auf das Ökosystem Friedhof. Bäume spenden Sauerstoff. Durch umweltfreundlichen und natürlichen Grabschmuck (Stauden und Gräser), entstehen Lebensräume und ökologische Nischen für Kleintiere oder Insekten, die in unseren zunehmend versiegelten Stadtgebieten kaum noch Unterschlupf finden.

Ein Friedhof ist als ökologischer Raum gleich einem Naturlehrpfade und bietet zu jeder Jahreszeit Betrachtenswertes.

Tipps zum ökologischen Verhalten:

  • Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und künstliche Blumen

  • Verwendung natürlicher, kompostierbarer Materialien beim Grabschmuck

  • begrünte Bodenoberflächen lassen Regenwasser besser versickern und bieten Unterschlupf für Kleinstlebewesen

  • abwechslungsreiche Grabgestaltung ist ein Paradies für viele Insektenarten. Diese wiederum fördern Artenreichtum an heimischen Brutvogelarten.

  • kleine Mauer aus Natursteinen mit offenen Fugen bietet Unterschlupf

  • auf älteren Grabstein Moose, Flechten und Wildkräuter bestehen lassen, da wichtiger Lebensraum für Kleinstlebewesen.

  • Verwendung von Bodendeckern Stauden, Gräsern und Gehölzen

  • Verzicht auf Wechselbepflanzungen aus Blühpflanzen, die saisonal neu gepflanzt werden müssen und dadurch viel unnötige Biomasse erzeugen.

  • Stauden bieten eine große Farben- und Formenvielfalt der Blätter und Blüten. Blumen sind bleibende Zeichen der Erinnerung und Verbundenheit über den Tod hinaus. Pflanzen haben auch symbolische Bedeutung. Inschriften auf einem Grabmal sollten nicht durch zu groß gewordene Gehölze verdeckt werden oder zuwachsen – Gehölze Erdgrabstätte: nicht höher als 1,20 m und Urnengrabstätte: nicht höher als 0,60 cm

  • Artenvielfalt erwünscht

  • Grababdeckende Platten versiegeln unnötig den Boden

 

Symbolpflanzen und ihre Bedeutung

Akelei: Dreieinigkeit, Demut, Anbetung, Hilfe Gottes

Buchsbaum: Unsterblichkeit, Auferstehungshoffnung, Totenbaum Chrysanthemen: Totenblume, Abwehr von Dämonen, Langes Leben, Heiterkeit

Efeu: Unsterblichkeit, Ewiges Leben, Freundschaft, Treue

Ehrenpreis: Christus als Retter, Heil der Welt

Eibe: Totenbaum, Schutz vor bösen Mächten

Erdbeere: Bescheidenheit und Demut, Dreifaltigkeit (Dreiblatt) Färberkamille: abschirmende und abwehrende Kräfte

Frauenmantel: Zauberkraft, Alchemie

Gänseblümchen: Mutterliebe, Gesegnete Seelen im Himmel, Reinheit Gräser: Vergänglichkeit menschlichen Lebens

Immergrün: Unsterblichkeit, Auferstehungshoffnung, Treue, Beständigkeit

Kamille: heilende Kraft der Gottesmutter

Krokus: Lichtsymbol, Sinnbild für Geduld, Demut und Liebe

Lavendel: Tugend und Demut Mariens

Lilie: Unschuld, Hoffnung, Gräberblume und Lichtsymbol

Maiglöckchen: Jugend, reine Liebe, Heil der Welt, Reinheit, Erinnerung Margerite: Sinnbild für vergossene Tränen, Orakel

Minze: Marienpflanze, Gastfreundschaft, Heilkraft

Mohn: Schlafsymbol, Totenblume, Tod als ewiger Schlaf, Versuchung Nelke: Schutzmittel, wahre und reine Liebe, Freundschaft

Pfingstrose: Rose ohne Dornen, Mariensymbol, erfülltes Frauenleben, Heil

Farne: Schutz gegen Zauber, Hexen und Teufel, Heilkraft Mariens Ringelblume: Totenblume, Sinnbild für Erlösung

Rosmarin: Sinnbild für Jugend, reine Liebe, Erinnerung, Unsterblichkeit Rose: Liebe und Vergänglichkeit, Dornenkrone, Abwehr des Bösen

Salbei: Sinnbild für die Heilkraft der Gottesmutter, Gedenken Schneeglöckchen: Sinnbild der Frühlingshoffnung, Mariensymbol, Hoffnung

Taubnessel: Marienpflanze im Mittelalter

Tulpe: Todessymbol, Schönheit und Vergänglichkeit

Veilchen: Sinnbild edler Bescheidenheit, Demut, himmlisches Königstum Weide: Sinnzeichen der Trauer und des Todes

Viele dieser Pflanzen haben die Friedhofs- und Grabbepflanzung entscheidend geprägt, denn sie hatten kultischen Sinngehalt durch ihnen zugesprochene Heil- oder Zauberkräfte.

 

Kostbares Gut “Wasser“

  • Wasser nicht grundlos und unbeaufsichtigt durchlaufen, wenn keine Gießkanne oder ein sonstiges Gefäß zum Auffangen darunter bereit steht, da sonst unnötig teures Wasser verschwendet und vergeudet wird. Auch die Gießkannen sollten Sie nicht überlaufen lassen. Anschließend die Wasserhähne wieder gut zudrehen, damit sie nicht tropfen. (ein Tropfen pro Sekunde in einem Jahr rund 7.000 Liter Wasser!)

  • Eine aufgebrachte Mulchschicht zwischen den Pflanzen sorgt dafür, dass der Boden seine Feuchtigkeit länger hält.

  • Regelmäßiges Lockern des Grabbodens unterbricht kapillare Wirkung setzt Verdunstung herab. Wasseraufnahme des Bodens deutlich verbessert (Beispielsweise benötigt ein dicht eingewachsenes Bodendecker- oder Staudengrab wesentlich weniger Wasser, als ein Grab mit saisonaler Wechselbepflanzung)

  • stets das Wasser auf die gesamte Grabfläche ausbringen! Grab trocknet und verdunstet sonst ungleichmäßig aus

  • Gießen alle 2 bis 3 Tage, da sich sonst die Pflanzen an diesen immer kürzeren Gießrhythmus gewöhnen.

  • seltener, dafür aber ausreichend und durchdringend gießen! Nur so tiefes Wurzelwachstum und Gedeihen der Pflanzen

  • Gießen Sie am besten in den frühen Morgenstunden, Verdunstung aufgrund der noch kühlen Bodenoberfläche sehr gering.

  • in der Nacht kann die Feuchtigkeit am besten einwirken. Bewässern in Bodennähe besser und sparsamer.

  • Nicht bei großer Hitze gießen!

Tulipa Sylvestris

„Herr, wie sind Deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter!“ so heißt es in dem alten Gebetslied, dem Psalm 104. Diese Zeile habe ich im Sinn, als ich wie jedes Jahr im April die wilde Tulpe sehe. Zuhauf säumt sie den Friedhof am Wall zum Kirchenweg. Die wilde Tulpe hat sich in unsere Breiten verirrt. Denn eigentlich gehört sie als Unterart der zur Südalpinen Tulpe und zur Familie der Liliengewächse. Ihre Heimat ist nicht die Geest sondern Süd- und Osteuropa sowie das Oberwallis in der Schweiz. Dort wächst sie in Höhenlagen von 800-2000 Metern. Von April bis Juni können Sie sich an dieser Tulpe erfreuen, die bei uns unter Naturschutz steht. Einige Tulpen haben ihren Weg Richtung Friedhof gefunden. Erfreuen Sie sich bei einem Spaziergang an dieser zarten Tulpe mit der kräftigen gelben Blüte. Herzliche Grüße Anja Kapust

                          

 

Flyer über den Friedhof

Klicken Sie auf das Bild, dann öffnet sich der Flyer über den Friedhof

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