NACHdenken und VORlesen

auf dieser Seite veröffentlichen wir in unregelmäßiger Abfolge Texte und Bilder zum Vorlesen, Nachdenken oder Meditieren.

 

 

 

Regenbogensteine

Hoffnungssteine

 

 

 

 

 

Gehe ich an der Kirchenmauer entlang wie öfters in den letzten Tagen erfreuen mich die Ostersteine mit den Hoffnungsbildern. Die Farben strahlen.

Die Sonne scheint. Ihre Strahlen sind zu sehen. Der Regenbogen wölbt sich wie schützend über das Herz. Auf das es regnet oder sind es die Tränen Gottes? Oder ist die Verbindung zwischen Herz und Regenbogen dargestellt zwischen Gott und Mensch. Der Regenbogen als Zeichen des Bundes zwischen Gott und Mensch. Davor liegt ein Stein - wie ein Schild beschriftet „Gold“. Wie unsagbar wertvoll ist der Segen, der wie der Regenbogen über unserem Leben steht.

 

Daneben erinnert mich der Engel an den Psalm 91 „Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie Dich behüten auf allen Deinen Wegen, dass Sie Dich auf den Händen tragen und Du Deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest. (V.11.12)

 

Der Stein mit den gelben, grünen, rosafarbenen  und grünen Streifen wirkt heiter. Die Farben erzählen etwas: Gelb warm wie die ersten Strahlen der Sonne im Frühling.

Rosa ist die Farbe für den Sonntag Lätare. Rot die Farbe der Liebe mischt sich mit Weiß, der Farbe des Lichtes und der Reinheit. Freude und Hoffnung inmitten einer schweren Zeit. Denn der Sonntag Lätare ist der einzige freudige Sonntag in der Passionszeit. Und so verwundert es auch nicht wenn in der Farbpsychologie die Farbe Rosa als Farbe der Hoffnung gilt.

Grün nun ist Zeichen für das Wachsen, die aufgehende Saat.

 

So verbinden sich mit jedem Stein Gedanken der Hoffnung. Haben Sie sich schon einmal aufgemacht auf einen solchen Spaziergang zur Kirche und sich von der Hoffnung dieser Steine inspirieren lassen?

 

Herzliche Grüße

Anja Kapust

 


Psalm 23 für Seeleute

 

 

 

 

 

 

Als ich die Steine (Kreuz, Herz und Anker) zum ersten Mal an der Kirchenmauer sehe, fällt mir der Psalm 23 in einer Fassung für Seeleute ein. Dort heißt es:

 

Der Herr ist mein Lotse. Ich werde nicht stranden.

Er leitet mich auf dunklem Wasser und führt mich auf der Fahrt

meines Lebens.

Er gibt mir neue Kraft und hält mich auf rechtem Kurs

um seines Namens willen.

Und geht es durch Unwetter und hohe See, fürchte ich mich nicht,

denn du bist bei mir, deine Liebe und Treue sind mein Schutz.

Du bereitest mir einen Hafen am Ende der Zeit.

Du beschwichtigst die Wellen und läßt mich sicher segeln.

Die Lichter deiner Güte und Freundlichkeit werden mich begleiten

auf der Reise meines Lebens,

und ich werde Ruhe finden in deinem Hafen immerdar. Amen.

 

Mögen die Steine von Ostern und der Psalm Ihnen Zuversicht und Hoffnung schenken für die kommende Zeit.

Herzliche Grüße

Anja Kapust

 

Noch ein kleiner persönlicher Nachtrag von Lisa Sporn

Diese 3 Steine habe ich gemalt und an der Kirche ausgelegt. Die Symbole bedeuten mir sehr viel. Als Jugendliche habe ich sie kennengelernt als "Christliche Seefahrt mit Herz" - ich bin am Wasser mit vielen Schiffen/Booten groß geworden. Später wurde aus den 3 Symbolen dann "Glaube, Liebe,Hoffnung", auch sehr bedeutende Begriffe für mich (1 Korinther 13,13).

Glaube: Der Glaube spielt in meinem Leben seit je her eine Rolle, da in meiner Familie einige Pastoren vertreten waren. Die Farbe Blau ist meine Lieblingsfarbe, mit ihr verbinde ich Wasser und Wassersport.

Liebe: Die Liebe ist ein ständiger Begleiter von mir, auch wenn ich sie nicht immer zeigen kann. Die Farbe Rot leuchtet und strahlt, ich bin ein Freund der Sonne, besonders wenn sie Morgens und Abends mit ihren Rottönen spielt.

Hoffnung: Auch wenn es mir manchmal schwer fällt, ich versuche immer die Hoffnung zu bewahren. Nach einem Tief kommt auch wieder ein Hoch. Die Farbe Grün ist die Farbe des Frühlings, der Natur, wenn sie erwacht. Ich sehne förmlich jedes Frühjahr das frische Grün der Bäume herbei, und halte mich gerne in der Natur auf, ob im Garten, Wald, Feld oder in den Bergen.

Es grüßt herzlichst

Lisa Sporn

 

                            

Ostern spazieren gehen: „Hoffnung auslegen“ - Oder wie sich ein Stein zum Hoffnungsstein verwandeln kann:

Ostern feiern wir in diesem Jahr in einer schwierigen Zeit: Das Virus hat unser aller Leben verändert. Bei aller Betroffenheit und dramatischen Folgen erleben wir auch eine Welle der Solidarität und Achtsamkeit. Die Verletzlichkeit des Lebens, des Zusammenlebens und des Wirtschaftens ist offensichtlich. Alles das, was Halt und Kraft gibt, Zuversicht stärkt und Hoffnung schenkt, Kritik und Lachen möglich macht und eben damit in schwierigen, unsicheren Zeiten das Durchhalten erleichtert wie das Beisammensein und Besuche zu Ostern, Gottesdienste, Veranstaltungen von Kirche und Kultur sind im Moment nicht möglich.

Gerade deshalb möchte ich Sie einladen, auf Ihrem Osterspaziergang Ihre Hoffnung für sich und andere auszulegen. Dazu braucht es nicht viel: Stein, Farbe oder Stift. So könnte es aussehen:

Am Karfreitag suchen Sie sich einen Stein. Diesen Stein nehmen Sie in die Hand. Der Stein kann für das stehen, was Sie im Moment beschwert, was Ihnen auf oder am Herzen liegt.

Am Sonnabend überlegen Sie, wie sich die Schwere, für die der Stein steht, in Leichtigkeit verwandeln ließe. Was gibt Ihnen Hoffnung und Zuversicht? Auf diesen Stein schreiben Sie eben dies Wort auf, das für Ihre Hoffnung steht. Es kann auch ein Bibelwort sein. Ihre Hoffnung können Sie auch malen. Kinder sind auch herzlich eingeladen mitzumachen.

Zum Beschriften oder Malen kann man wasserfeste Stifte oder Acryllack benutzen. Wer möchte, kann Schrift oder Bild auf dem Stein mit Klarlack oder Nagellack versiegeln.

Dieser Stein wird Sonntag oder Montag mitgenommen zu einem Osterspaziergang, der als Ziel unsere Kirche hat. Dort unten an der Kirchenmauer wird der Stein ausgelegt. Im schönsten Fall wird unsere Kirche Ostern umgeben sein von einem Steinring ausgelegter Hoffnung.

Viel Freude dabei wünscht Ihnen Pastorin Anja Kapust

Nachtrag:

Diese Hoffnungssteine wurden Ostern an der Kirche ausgelegt: Lassen Sie sich hineinnehmen in die frohen Farben und die Mut machenden Worte und Bilder. Auf diese Weise strahlt die österliche Hoffnung weiter. Wer noch mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen. Die Osterzeit geht bis Pfingsten. Bis dahin bleiben die österlichen Hoffnungssteine liegen und werden anderen, die sie anschauen zum Segen.